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Ein schaurig-komisches Epos über die Wunden der Vergangenheit und das Schweigen einer Dorfgemeinschaft. Auf den ersten Blick ist Dunkelblum eine österreichische Kleinstadt wie jede andere. Doch hinter der idyllischen Fassade verbirgt sich die Geschichte eines furchtbaren Verbrechens. Ein Wissen, das die älteren Dunkelblumer seit Jahrzehnten verbindet - genauso wie ihr Schweigen über Tat und Täter. In den Spätsommertagen des Jahres 1989, während hinter der nahen Grenze zu Ungarn bereits Hunderte DDR-Flüchtlinge warten, trifft ein rätselhafter Besucher in der Stadt ein und bringt die Dinge in Bewegung: Auf einer Wiese am Stadtrand wird ein Skelett ausgegraben und eine junge Frau verschwindet spurlos. Wie ein Spuk tauchen plötzlich Spuren des alten Verbrechens auf und konfrontieren die Bewohner mit einer Vergangenheit, die sie längst für erledigt hielten. In ihrem Roman Dunkelblum entwirft Eva Menasse ein großes Geschichtspanorama am Beispiel einer kleinen Stadt, die immer wieder zum Schauplatz der Weltpolitik wird, und erzählt eindringlich vom Umgang der Bewohner mit einer historischen Schuld. Ein schaurig-komisches Epos über die Wunden in der Landschaft und den Seelen der Menschen, die, anders als die Erinnerung, nicht vergehen.
Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt »Vienna« (2005) folgten Romane und Erzählungen (»Lässliche Todsünden«, »Quasikristalle«, »Tiere für Fortgeschrittene«), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr letzter Roman »Dunkelblum« war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay »Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne« (2023). 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.