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'Ich wollte nie über meine Mutter schreiben, sondern über das, was mich wirklich interessiert. Über die Textur des Lebens, die Dinge, mit denen ich effektiv meine Zeit verbringe, Cornflakes zum Beispiel oder Fußball. Aber wer interessiert sich schon für Cornflakes?' Alex schreibt an einem Essay. Und kommt nicht voran. Das Thema: Worüber meine Mutter und ich nicht sprechen. Ein Besuch in der glamourös kaputten Provinzvilla der überreizten Mutter soll weiterhelfen, doch er zeigt nur: Sie sprechen überhaupt nicht miteinander. Nicht über Alex' Queerness, nicht über die Antidepressiva, die sie offensichtlich beide nehmen, erst recht nicht über die Traumata der Familie. Als die Mutter Alex beim Schützenfest dann auch noch (versehentlich!) anschießt, ist klar, dass nicht nur die Arbeit am Essay gescheitert ist.
Ein grandios lakonischer Roman darüber, was Familien trennt und zusammenhält - das Unausgesprochene.
Hugo Tepest, geboren im Rheinland, lebt und arbeitet inzwischen in Leipzig. 2023 erschien sein Essayband'Power Bottom', 2024 der Roman 'Schreib den Namen deiner Mutter'. Tepest lehrt Kreatives Schreiben und entwickelt Performancearbeiten zu trans Geschichte. Sein Essay 'Sind Penisse real?' war für den Clemens-Brentano-Preis 2026 nominiert.