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-Poem Noir- handelt von Begehren und Zurückweisung, von Liebe, Gewalt, Männern, Frauen, von Unzugehörigkeit. Feridun Zaimoglus Vignetten und Miniaturen lesen sich als Übungen in der Abseitigkeit. Die vermeintlich klare Grenze zwischen Wirklichkeit und Wahn, Zärtlichkeit und Härte, Intimität und Bedrohung zerfließt. In sinnlicher und unerbittlicher Sprache schafft Zaimoglu kleine archaische Stücke über die Welt hinter den Spiegeln, ertastet das Ungefähre, das Unscharfe. Die Menschen, von denen Zaimoglu hier spricht, sind nicht souverän. Sie sind verwickelt, beschädigt, ausgesetzt. Sie zerfließen an dem, was sie fühlen, was sie einander antun, was ihnen eingeschrieben wurde. Ein düster glänzender Band über die Rückseite des modernen Lebens.
Feridun Zaimoglu, geboren 1964, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Medizin in Kiel, wo er seitdem als Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor arbeitet. Für sein Schreiben wurde Feridun Zaimoglu vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Walter-Kempowski-Preis 2025. Nach 'Leyla', 'Liebesbrand', 'Siebentürmeviertel', 'Evangelio', 'Die Geschichte der Frau' und 'Bewältigung' erschien zuletzt sein Roman 'Sohn ohne Vater'.