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1979. Troisdorf bei Köln. Der 18jährige Andreas will Schriftsteller werden und sucht einen Mentor. Voller Hoffnung schreibt er an Heinrich Böll, schickt ihm seine Kurzgeschichten, aber es kommt kein Kontakt zustande. Wenig später zieht der Dichter Frieder Salzgraf nach Troisdorf. Andreas belegt bei ihm einen Schreibkurs und die beiden freunden sich an. Zunehmend jedoch legt Salzgraf ein verstörendes Verhalten an den Tag. Es entfaltet sich ein persönliches Drama, das für Andreas erst vierzig Jahre später mit einem Akt der Befreiung endet. "Böll kam nicht bis Troisdorf", eine Erzählung vom Erwachsenwerden in der alten Bundesrepublik, ist Andreas Fischers zweite literarische Veröffentlichung.
Geboren 1961, wuchs in Troisdorf/NRW auf. Nach Abitur, Zivildienst und Fotografenausbildung studierte er Filmwissenschaft, Ethnologie und Psychologie in Köln und Berlin. Von 1999 bis 2004 war er künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien Köln. Von 1983 an drehte er zunächst Kurzfilme, später zahlreiche Dokumentarfilme. In mehreren Filmen beschäftigte er sich mit den Auswirkungen von Kriegstraumata auf Familien, so in SÖHNE OHNE VÄTER (ZDF, 2007) und DER HAMBURGER FEUERSTURM 1943 (NDR, 2009). Andreas Fischer lebt in Berlin. BÖLL KAM NICHT BIS TROISDORF ist Fischers zweite literarische Veröffentlichung. Sein Roman DIE KÖNIGIN VON TROISDORF war 2022 für den Literaturpreis Ruhr nominiert.