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In seinem letzten und bedeutendsten Roman »Die Brüder Karamasow« erschafft Fjodor Dostojewskij ein schonungsloses Porträt der russischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Die Geschichte der vier Brüder Karamasow - Dmitrij, Iwan, Alexej und Smerdjakow - ist eine zutiefst psychologische Charakterstudie, die die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele auslotet. Getrieben von Leidenschaft, Eifersucht und Glaubenszweifeln verstricken sich die Brüder in ein Netz aus Liebe, Hass und Schuld, das schließlich in einem Vatermord gipfelt. In einer Welt zwischen Aufklärung und Christentum, Armut und Adel ringen die Protagonisten um ihr seelisches Heil.
Fjodor Dostojewskij, geboren 1821 in Moskau, hinterließ Jahrhundertromane wie »Schuld und Sühne«, »Der Idiot« und »Die Dämonen«. Nach seinem Studium an der Technischen Universität Sankt Petersburg und seiner Arbeit als Militärzeichner widmete er sich ab 1844 ganz dem Schreiben. Bereits zu Lebzeiten fand Dostojewski für seine zahlreichen Werke große Anerkennung. Er starb 1881 in Sankt Petersburg.