Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Arme Leute

Ein Briefroman über Petersburger Armut, Würde und zarte Fürsorge im russischen Realismus. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,6 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 92 Seiten
EAN 9788027351350
Veröffentlicht Dezember 2022
Verlag/Hersteller e-artnow

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Beschreibung

Arme Leute, Dostojewskis 1846 erschienener Debütroman, entfaltet in Briefform die prekäre Beziehung zwischen dem alternden Kanzleischreiber Makar Dewuschkin und der jungen Warwara Dobrossjolowa. Aus ihren Briefen entsteht ein fein nuanciertes Panorama Petersburger Armut, in dem materielle Not, soziale Demütigung und zarte Fürsorge untrennbar verschränkt sind. Der Roman steht im Kontext der russischen "natürlichen Schule" und reagiert auf Gogols Bürokratenwelt, überschreitet sie jedoch durch psychologische Innenschau und moralische Dringlichkeit. Fjodor Michailowitsch Dostojewski, 1821 in Moskau geboren, kannte die Spannungen zwischen Bildung, Armut und gesellschaftlicher Abhängigkeit aus eigener Erfahrung. Nach der Ingenieursausbildung wandte er sich der Literatur zu; seine Sensibilität für gedemütigte Existenzen, christliche Mitleidsethik und die sozialen Debatten der 1840er Jahre prägten dieses Frühwerk. Bereits hier zeigen sich Motive, die sein späteres Werk bestimmen: Schuld, Scham, Selbstachtung und Erlösungssehnsucht. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Dostojewskis große Romane von ihrem Ursprung her verstehen möchten. Arme Leute ist kein bloßes Sozialdokument, sondern eine bewegende Studie über Würde unter Bedingungen der Entbehrung und über die Macht des geschriebenen Wortes.