Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Erniedrigte und Beleidigte

Petersburger Gesellschaftsdrama um verletzte Liebe, Armut und moralische Demütigung im 19. Jahrhundert. 22,9 cm / 15,2 cm / 1,7 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 260 Seiten
EAN 9788028342722
Veröffentlicht Dezember 2023
Verlag/Hersteller Sharp Ink
Übersetzer Übersetzt von Hermann Röhl
15,20 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Erniedrigte und Beleidigte entfaltet ein dichtes Petersburger Sozial- und Familienpanorama, in dem verletzte Liebe, ökonomische Abhängigkeit und moralische Demütigung ineinandergreifen. Im Zentrum stehen der Schriftsteller Iwan Petrowitsch, die leidende Natascha, der schwankende Aljoscha und die geheimnisvolle Nellie, deren Schicksale die Gewalt gesellschaftlicher Hierarchien sichtbar machen. Dostojewski verbindet sentimentale Erzähltradition, psychologischen Realismus und melodramatische Zuspitzung zu einem frühen, doch bereits unverkennbaren Beitrag seiner großen Prosa. Fjodor Michailowitsch Dostojewski schrieb den Roman nach Haft, Verbannung und existenzieller Erschütterung; Erfahrungen, die sein Verständnis von Schuld, Mitleid und Erniedrigung entscheidend prägten. Als ehemaliger politischer Gefangener und genauer Beobachter der städtischen Armut erkannte er, wie soziale Kälte seelische Konflikte verschärft. Zugleich spiegelt die Figur des Erzählers Dostojewskis eigene Stellung als Schriftsteller in einer literarischen Öffentlichkeit voller Abhängigkeiten. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Dostojewskis spätere Meisterwerke nicht nur bewundern, sondern ihre geistige Vorgeschichte verstehen möchten. Erniedrigte und Beleidigte bietet keinen bloßen Vorentwurf, sondern ein eigenständiges Werk von großer emotionaler Intensität und analytischer Schärfe. Wer nach Literatur sucht, die gesellschaftliche Diagnose mit existenzieller Anteilnahme verbindet, findet hier eine eindringliche, bleibend aktuelle Lektüre.