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Kennst du dieses ungute Gefühl, wenn du in letzter Zeit öfter zum Glas greifst, als es dir eigentlich guttut? Damit bist du nicht allein. Auch ich stand einmal genau an diesem Punkt. Irgendwann trank ich zu viel Alkohol. Ich war verzweifelt, denn natürlich wusste ich, wie schädlich das sein kann. Ich wollte meinen Umgang mit Alkohol ändern - aber nicht ganz auf Wein oder Bier verzichten. Vor allem wollte ich wieder selbst bestimmen, wann ich trinke. Es brauchte Zeit, bis ich einen Weg fand. Zu meiner Überraschung half mir ein Medikament dabei - diskret und ohne Klinikaufenthalt. Das Medikament heißt Naltrexon, der Ansatz dahinter die Sinclair-Methode. Heute verspüre ich keinen Drang mehr, Alkohol zu trinken. Und wenn ich ein Glas Wein genieße, bleibt es bei einem Glas. In diesem Buch erzähle ich, wie ich die drohende Abhängigkeit in den Griff bekam. Ich erkläre die Wissenschaft hinter der Methode, verschweige weder Nebenwirkungen noch Grenzen und zeige Schritt für Schritt, wie der Einstieg in die Therapie gelingt - auch in Deutschland, wo der Ansatz noch kaum bekannt ist.
Frank Freiberger, geboren 1969 in Bernkastel-Kues an der Mosel, ist Journalist und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Frankfurt am Main. Während der Corona-Pandemie trank er, wie viele Menschen, zu viel Alkohol und drohte abhängig zu werden. Mithilfe der Sinclair-Methode und des Medikaments Naltrexon gelang es ihm, die Gefahr abzuwenden - ohne für den Rest seines Lebens abstinent leben zu müssen. Die Sinclair-Methode nutzt eine Tablette, die vor dem Trinken eingenommen wird und den Belohnungseffekt von Alkohol im Gehirn schrittweise abbaut. Das Medikament Naltrexon ist in den USA seit 1994 zugelassen und in zahlreichen Studien bestätigt. In Deutschland ist die Therapie noch weitgehend unbekannt. Als Journalist recherchierte Freiberger die wissenschaftlichen Grundlagen und stellte fest, wie wenig im deutschsprachigen Raum über diesen Ansatz bekannt ist. Sein Buch verbindet die Perspektive des Betroffenen mit der des professionellen Rechercheurs.