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In der Bartholomäusnacht 1349 ging das Jüdische Viertel Kölns in Flammen auf. Die damals starben, empfanden sich als Kölnerinnen und Kölner, sie wurden Köbchen und Jutta gerufen, ihre Vorfahren lebten teilweise seit Generationen in der Stadt. Wie kam es, dass der von Erzbischof und Stadt verbriefte Schutz an diesem Augusttag versagte? Davon erzählt dieses Buch. Es stellt dabei Bezüge zum aschkenasischen Judentum und zu seinen rheinischen Zentren her: Eine Geschichte, die von der Ersterwähnung der Kölner Juden im Jahr 321 bis zur Ausgrabung des mittelalterlichen Viertels und zum Bau des Museums MiQua reicht. Frank Olberts Essay korrespondiert mit Agnieszka Lessmanns Gedichtband "Schieferbruchverse"- zwei Teile eines publizistisch-ästhetischen Projekts, das sich der jüdischen Historie Deutschlands auf originäre Weise nähert.