Franziska Gräfin zu Reventlow

Von Paul zu Pedro

Weibliche Autonomie, freie Liebe und ironischer Blick auf die Münchner Bohème der Jahrhundertwende. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,4 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 56 Seiten
EAN 9788027352791
Veröffentlicht Dezember 2022
Verlag/Hersteller e-artnow
8,60 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Von Paul zu Pedro entfaltet in lose gefügten, elegant pointierten Episoden eine weibliche Liebes- und Erfahrungsbiographie zwischen wechselnden Männern, Erwartungen und Selbstbehauptung. Reventlows Prosa verbindet impressionistische Leichtigkeit mit satirischer Schärfe: Konventionelle Moral, Besitzansprüche und romantische Illusionen werden nicht programmatisch, sondern durch Ironie, Dialogwitz und psychologische Genauigkeit unterlaufen. Im Kontext der literarischen Moderne und der Münchner Bohème erscheint das Buch als souveräne Gegenrede zu bürgerlichen Geschlechterordnungen. Franziska Gräfin zu Reventlow, 1871 in eine schleswig-holsteinische Adelsfamilie geboren, brach früh mit Herkunft, Ehe- und Standesnormen. Als Schriftstellerin, Übersetzerin, alleinerziehende Mutter und zentrale Figur des Schwabinger Milieus kannte sie jene sozialen Experimente, erotischen Freiheitsversprechen und materiellen Unsicherheiten, die ihr Werk prägen, aus eigener Anschauung. Ihre Nähe zu Künstlerkreisen, aber auch ihr skeptischer Blick auf deren männliche Selbstmythisierung, nähren die literarische Haltung dieses Textes. Empfohlen sei Von Paul zu Pedro allen Lesern, die eine kluge, stilistisch funkelnde und historisch aufschlussreiche Darstellung weiblicher Autonomie suchen. Das Buch besticht weniger durch dramatische Handlung als durch geistige Beweglichkeit, soziale Beobachtung und die noch immer moderne Frage, wie Liebe ohne Unterwerfung denkbar ist.