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Irma will raus aus den Rollen, die andere ihr zuschreiben - ein kraftvoller Roman über den Mut zum Neuanfang, kämpferische Mutterschaft und die Suche nach der eigenen Stimme jenseits der Bühne.
Vor ihrer Mutter nach Berlin geflüchtet, strandet die junge Irma vorm Theater. Dass sie bald schon als Schauspielerin auf der Bühne steht, hatte sie sich nicht auszumalen erhofft. Der Alltag am Theater ist weniger glamourös als erwartet, und doch aufregend anders als die alternative Siedlungsgemeinschaft, in der die vaterlose Irma aufgewachsen ist. Da ist die gefragte Schauspielerin Blanda, die alle umschwirren, Helene, die Irma bei sich aufnimmt, und der exzentrische Regisseur Taron Capla, der ihr die Chance gibt, sich in einem wichtigen Stück zu beweisen. Irma stolpert durch die Dramen auf und hinter der Bühne und kämpft mit ihrer Rolle, während sie immer wieder von ihren Erinnerungen eingeholt wird. Die schmerzlichste ist jene an ihre Mutter, ihr warmes Strahlen, ihre kalte Verachtung. Als Irma ihre Rolle so zu sprechen beginnt, wie ihre Mutter sie gesprochen hätte, erntet sie von allen Seiten Applaus. Und doch schnell wird klar: Sie muss aufhören, ihr Leben nur zu spielen, und den Fluch brechen.
Franziska Hauser schreibt über das, was Mütter und Töchter, Freiheit und Abhängigkeit, den Einzelnen und die Gemeinschaft verbindet und abstößt - und über all die schönen und schrecklichen Kleinigkeiten dazwischen. Mit viel Witz und in direktem Ton umarmt sie ihre Figuren und fordert sie gleichzeitig heraus, sich zu zeigen. Ein Roman über Wunden, die nie heilen, und Wunder, die trotzdem passieren.
'Kleinigkeiten werden hier nicht verhandelt. Hier wird mit klarer und kraftvoller Stimme erzählt. Franziska Hauser setzt zwischen eine gewaltvolle Mutter und einen narzisstischen Mann ein Mädchen, das zur Frau wird. So umsichtig behütet und durchlässig, dass sie mir das Herz öffnet. Ich darf mit Irma wachsen und heilen. Ich liebe diese Irma. Ich liebe dieses Buch!' Maren Wurster
Franziska Hauser, 1975 in Berlin-Pankow geboren, studierte an der Kunsthochschule Weißensee und an der Ostkreuzschule für Fotografie. Auf ihren Debütroman 'Sommerdreieck' folgte 2018 'Die Gewitterschwimmerin', der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Nach ihren Romanen 'Die Glasschwestern' und 'Keine von ihnen' gab sie zusammen mit Maren Wurster die im Frühjahr 2025 in der FVA erschienene und viel beachtete Anthologie 'Ost*West*frau*' heraus. Franziska Hauser hat zwei Kinder und lebt teilweise in Berlin.