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Romy hatte endlich wieder alles im Griff. Der Jobwechsel erwies sich als Volltreffer, die neuen Kolleginnen und Kollegen waren ein Traum in Menschengestalt, und selbst ihr inneres Chaos schien sich höflich in eine Ecke zurückgezogen zu haben. Bis zu diesem einen, völlig harmlos wirkenden Kontrolltermin bei der Frauenärztin. Ein Routinebesuch, der sich binnen Sekunden in eine tektonische Verschiebung verwandelte. Romy ist schwanger. Und zwar nicht erst seit gestern. Diese Nachricht wirft Fragen auf, die sie lieber sofort als später beantwortet hätte. Romy und ihr Freund hatten über Kinder noch nie gesprochen. Was auch daran liegen könnte, dass die ganze Beziehung erst seit wenigen Monaten existierte. Doch warum wusste niemand aus ihrem Umfeld überhaupt von diesem Mann? Während Romy versucht, die Fäden ihres Alltags festzuhalten, rutscht sie von einer emotionalen Bruchlandung zur nächsten. Parallel gerät sie in Situationen, die sich hartnäckiger an sie klammern als Kaugummi im Haar. Der Kloß aus Gefühlen, Ängsten und ungeklärten Wahrheiten wächst, bis er kaum noch zu schlucken ist. Doch was, wenn dies erst der Anfang ist? Was, wenn Romy noch gar nicht ahnt, welche Wahrheit wirklich auf sie wartet. Danke, Arschlöcher 2 zeigt, wie meisterhaft manche ihre Masken tragen, bis man nicht mehr nützlich für sie ist. Dann verdrehen sie Wahrheiten, verschieben Grenzen und hinterlassen Wunden, die Zeit brauchen, um zu heilen.
Franziska Schmidt ist gebürtige Berlinerin und lebt seit vielen Jahren in Bayern. Eine Kombination, die ihr eine gesunde Mischung aus Großstadtblick und Alpenruhe verleiht. Schon als Jugendliche schrieb sie mittelalterliche Fantasygeschichten, die sie allerdings nie veröffentlichte. Heute fasziniert sie weniger das Magische als das, was im echten Leben oft viel unheimlicher ist. Alltagskonflikte ohne klare Regeln, Menschen ohne Gewissen und Situationen, in denen Logik Urlaub macht. Mit scharfem Blick für Zwischentöne und einer Vorliebe für humorvolle Ehrlichkeit widmet sie sich in ihrer Danke, Arschlöcher-Reihe jenen Persönlichkeiten, die die Kunst des Lügens und Verstrickens zur Perfektion beherrschen, aber auch den Spuren, die sie bei ihren Mitmenschen hinterlassen. Ihre Geschichten wollen aufmerksam machen, ohne zu belehren, und zum Lachen bringen, ohne den Schmerz dahinter zu verschweigen. Wenn sie nicht schreibt, findet man sie bevorzugt draußen in den Bergen, im hohen Norden oder irgendwo zwischen Klettersteig und Gleitschirm. Immer dort, wo der Kopf frei wird und sich die vielen Beobachtungen verarbeiten lassen.