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In Deutschland werden mehr als 30 Prozent des Sozialprodukts für Soziales ausgegeben, und der Staat greift mit seiner Sozialgesetzgebung massiv ins Leben seiner Bürger ein. In diesem Buch werden normative Begründungen sowohl für staatliche Umverteilungsmaßnahmen als auch für die Existenz einer Sozialversicherung mit Zwangsmitgliedschaft mit dem analytischen Instrumentarium der modernen Wirtschaftstheorie diskutiert. Dabei werden Gerechtigkeits- und vor allem Effizienzkriterien zugrunde gelegt.Des Weiteren analysieren die Autoren die einzelnen Elemente des Systems der Sozialen Sicherung (Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe, Familienpolitik) systematisch auf ihre Wirkungen hin und vergleichen alternative Gestaltungsformen. Schließlich wird untersucht, wie der Sozialstaat reformiert werden kann, damit er den zukünftigen Herausforderungen, vor allem bedingt durch den demografischen Wandel, standhalten kann. Für die dritte Auflage wurden der Text gründlich überarbeitet und umfangreiche Ergänzungen vorgenommen, die neueren Entwicklungen Rechnung tragen und den Inhalt des Buches auf den aktuellen Stand der sozial- und verteilungspolitischen Diskussion in der Volkswirtschaftslehre bringen.
Friedrich Breyer ist Professor für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Universität Konstanz, Forschungsprofessor am DIW Berlin und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Derzeit (2012/13) ist er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie.
Peter Zweifel ist emeritierter Professor für Wirtschaftstheorie und empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Zürich. Im Jahr 2004 war er Präsident der International Health Economics Association.
Mathias Kifmann ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Ökonomik der Gesundheit und der Sozialen Sicherung an der Universität Hamburg und Kernglied des Hamburg Center for Health Economics (HCHE).
Einleitung.- Gleichheit und Gerechtigkeit.- Effizienzorientierte Begründungen für Umverteilung.- Effizienzgründe für die Existenz einer Sozialversicherung.- Rentenversicherung.- Kranken- und Pflegeversicherung.- Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung.- Familienpolitik.- Nachhaltigkeit des deutschen Sozialsystems in einer alternden Bevölkerung.
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