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Wie wandelte sich im Europa des 15. und 16. Jahrhunderts das Verhältnis von Arbeit und sozialem Leben? Fritz Böhle zeigt, wie Arbeit infolge einer Zurückdrängung und Umformung nicht zweckgerichteten soziokulturellen Lebens eine neue gesellschaftliche Stellung erhielt. Dabei nimmt er die vielfältigen sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen der 'Erziehung zur Arbeit' und des Wandels der '(Volks-)Kultur' in den Blick. Das Zusammenspiel aus neuerer historischer Forschung und soziologischer Perspektive eröffnet auf einer Makro-, Meso- und Mikroebene Einblicke darin, wie dieser Wandel das emotionale Erleben und Verhalten bis heute prägt.
Fritz Böhle (Prof. habil., Dr. rer. pol.), geb. 1945, leitet die Forschungseinheit für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt an der Universität Augsburg und forscht am Institut für sozialwissenschaftliche Forschung e.V. München. Schwerpunkte seiner Forschung sind die Entwicklungen von Arbeit, Erfahrungswissen und subjektivierendes Arbeitshandeln. Er war Mitglied mehrerer Sonderforschungsbereiche der DFG.