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An einem Tag im Mai 1980 steigt die achtjährige Ilaria nach der Schule in das Auto ihres Vaters, der sie abholen soll. Es ist der Beginn einer zweijährigen Irrfahrt durch Italien - denn der Vater hat sie entführt. Ständig wechselnde Hotels, die endlosen Stunden im Auto, auf unbeseelten Autobahnraststätten, Triest, Bologna, ein Internat in Rom, ein Bauernhof in Sizilien, und Ilaria denkt ständig an die Mutter und die Schwester und schwört sich, nicht mehr zu weinen. Manchmal sieht das alles aus wie eine normale Kindheit, dank der Spiele, die sie und der Vater unterwegs spielen, wie sie im Auto die Hits lauthals mitsingen. Aber der Vater trinkt, ist ständig nervös, viel zu impulsiv. Hin und wieder darf sie mit der Mutter telefonieren, Ilaria hat schmerzhafte Sehnsucht nach ihr, doch zugleich will sie den Vater schützen. Und bei alledem muss sie irgendwie versuchen, die andauernde Angst, den Zusammenbruch ihres Lebens, ihre stille Verzweiflung zu bewältigen. Ilaria ist ein Roadtrip durch ein ungekanntes Italien und ein beeindruckend erzählter, autobiographisch grundierter Roman - über heikle Nähe, die elementare Schutzlosigkeit eines Kindes und die Notwendigkeit einer viel zu frühen Selbstbehauptung.
Gabriella Zalapì ist bildende Künstlerin mit englischen, italienischen und schweizerischen Wurzeln und lebt in Paris. Sie studierte an der Hochschule für Kunst und Design in Genf und schöpft ihr Material unter anderem aus ihrer eigenen Familiengeschichte, wobei sie Fotografien, Archive und Erinnerungen aufgreift und sie in einem produktiven Spiel zwischen Geschichte und Fiktion arrangiert. Ilaria war ein staunenswerter Verkaufserfolg, ein Lieblingsbuch von Buchhändlerinnen und Publikum, ist mit sieben namhaften Preisen ausgezeichnet und erscheint in vielen Ländern. Claudia Steinitz lebt als Übersetzerin in Zürich. Seit 30 Jahren übersetzt sie vor allem französische Gegenwartsliteratur, u.a. Virginie Despentes, Véronique Olmi und Aude Le Corff.