Gebhard Schätzler-Perasini

Nachtschatten

Eine unheimliche Erzählung über Wahrnehmung, Erinnerung und moralische Gewissheit im Zwielicht. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,7 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 108 Seiten
EAN 9788027366446
Veröffentlicht Dezember 2022
Verlag/Hersteller e-artnow
10,40 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Nachtschatten von Gebhard Schätzler-Perasini entfaltet bereits im Titel ein Programm der Ambivalenz: Die Nachtschattengewächse verweisen auf Heilung und Gift, auf botanische Präzision und symbolische Bedrohung. Das Buch lässt sich daher als literarische Erkundung jener Grenzräume lesen, in denen Wahrnehmung, Erinnerung und moralische Gewissheit ins Zwielicht geraten. Sein Stil wirkt konzentriert, atmosphärisch und andeutungsreich; im literarischen Kontext steht es nahe bei Texten, die das Unheimliche weniger durch äußere Effekte als durch sprachliche Verdichtung erzeugen. Gebhard Schätzler-Perasini erscheint hier als Autor, der auf die verborgenen Schichten scheinbar vertrauter Wirklichkeit achtet. Schon die Wahl eines so mehrdeutigen Titels legt ein Interesse an Naturbildern, psychologischen Schattenzonen und kulturell überlieferten Symbolen nahe. Das Buch dürfte aus einer Sensibilität für Übergänge entstanden sein: zwischen Tag und Nacht, Wissen und Ahnung, Schutz und Gefahr. Empfohlen sei Nachtschatten allen Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht bloß als Handlung, sondern als Erkenntnisform begreifen. Wer sprachliche Nuance, symbolische Tiefe und eine reflektierte Auseinandersetzung mit dunkleren Erfahrungsbereichen schätzt, findet hier ein Werk von nachhaltiger Resonanz.

Portrait

Gebhard Schätzler-Perasini (1866 - 1931) war ein deutscher Bühnen-Schriftsteller, Schauspieler, Theaterleiter und Stummfilm-Regisseur. Mit 17 Jahren begann Schätzler-Perasini als Bühnenschauspieler aufzutreten. Von der Schriftstellerei begeistert, gelang es ihm mit bereits 19 Jahren sein erstes Bühnenwerk zu veröffentlichen. Dabei handelte es sich um einen Schwank, für das Gros seines Gesamtwerks archetypisch. Es folgten in den kommenden Jahrzehnten eine Fülle von Lustspielen, Komödien und Militärschwänken, seltener ernste oder gar dramatische Stoffe.