Georg Hermann

Rosenemil

Ein Berliner Milieuroman über Außenseitertum, jüdisches Bürgertum und soziale Ausgrenzung im Berlin um 1900
eBook (epub), 314 Seiten
EAN 4066339509108
Veröffentlicht Mai 2023
Verlag/Hersteller e-artnow
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€ 0,49 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Georg Hermanns "Rosenemil" ist ein Berlinroman, der das gesellschaftliche Leben der Reichshauptstadt mit genauer Beobachtungsgabe und feiner psychologischer Zeichnung entfaltet. Im Mittelpunkt steht Emil, dessen Weg durch unterschiedliche soziale Milieus führt und dabei Fragen nach Zugehörigkeit, Aufstieg, Begehren und moralischer Selbstbehauptung sichtbar macht. Der Roman verbindet realistische Milieuschilderung mit impressionistischer Wahrnehmung: Straßenszenen, Umgangssprache und atmosphärische Details verdichten sich zu einem vielstimmigen Bild des wilhelminischen Berlin. Damit steht das Werk im Kontext der modernen Großstadt- und Gesellschaftsliteratur, ohne sich auf naturalistische Erklärungsmuster zu beschränken. Georg Hermann, 1871 als Georg Hermann Borchardt in Berlin geboren, war Schriftsteller, Journalist und Kenner der Kunstgeschichte. Seine intensive Vertrautheit mit der Berliner Kultur- und Alltagswelt prägte sein literarisches Werk ebenso wie seine Sensibilität für soziale Spannungen und jüdisch-bürgerliche Lebensformen. Als assimiliert-jüdischer Autor erlebte er die Widersprüche zwischen kultureller Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung aus eigener Perspektive. Diese Erfahrungen verleihen "Rosenemil" seine historische Genauigkeit und seine zugleich kritische, menschenkundige Haltung. "Rosenemil" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Stadtgeschichte, differenzierte Charaktere und die Übergänge zwischen Realismus und Moderne schätzen. Der Roman eröffnet einen eindrucksvollen Zugang zu einer vergangenen Berliner Gesellschaft und bewahrt dabei eine bemerkenswerte Gegenwartsnähe.

Portrait

Georg Hermann (Georg Hermann Borchardt) (1871 - 1943) war ein deutscher Schriftsteller und ein jüdisches Opfer des Holocaust. Er war im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ein vielgelesener Schriftsteller. Sein literarisches Vorbild war Theodor Fontane, was ihm auch die Bezeichnung "jüdischer Fontane" eintrug. Die Romane "Jettchen Gebert" und "Henriette Jacoby", die im Berlin der Jahre 1839/40 spielen und ein Bild des liberalen Geistes dieser Zeit in einer jüdischen Familie zeichnen, waren seinerzeit Bestseller und konnten zusammen mehr als 260 Auflagen aufweisen. Georg Hermann war 1909 Mitgründer und 1910-1913 erster Vorsitzender des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller, dem bald fast alle prominenten Schriftsteller deutscher Sprache beitraten.

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