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Stellen Sie sich vor, Sie könnten einen Gedanken aus Ihrem Kopf nehmen und vor sich auf den Tisch legen. Welche Farbe hätte er? Könnte man ihn wiegen?
Im Jahr 1961 hatte der britische Forscher Donald Michie eine Frage und keinen Rechner. Also kaufte er Zündholzschachteln: 304 Stück, jede mit einem winzigen Stellungsbild beklebt, darin bunte Glasperlen für die erlaubten Züge. Nach jeder Partie wurde abgerechnet. Sieg hieß drei Perlen dazu, Niederlage hieß eine Perle heraus. Die Maschine verstand nichts und wurde trotzdem besser. MENACE war geboren, und damit ein Gedanke, den man heute bestärkendes Lernen nennt.
Der fünfte Band der Wunderkammer der Zahlenfreude holt diese Idee auf den Küchentisch zurück. Der Verfasser hat vier eigene Maschinen gebaut, fotografiert und viele Partien lang gegen sie gespielt:
- Das Mikrogehirn: eine einzige Schachtel, drei Farben. Nach vier Partien führen acht von zehn Perlen zum Sieg. - Michie 21: eine Startschachtel und zwanzig Folgeschachteln, mit einem Wegweiser verbunden wie die Stationen einer Bahnstrecke. Nach 22 Partien wählt sie in rund 62 von 100 Fällen einen Gewinnweg, und von Grün ist keine Perle mehr übrig. - SAM 14: vierzehn Schachteln und 65 Perlen, die kleine Mattaufgaben mit König und Turm lösen lernen. Das Lernen arbeitet sich rückwärts durch den Spielbaum: zuerst verschwindet die Sackgasse, dann der Weg dorthin. - LASKER 6: sechs Schachteln, 19 Perlen und ein Brett aus neun Feldern. Die Maschine führt Schwarz und muss den weißen König spätestens mit dem zweiten Zug wirklich mattsetzen. Patt zählt nicht. Vier Perlen bleiben am Ende übrig.
Als Zugabe am Ende folgen das Drehbuch "Die Feder, die die Welt bewegte" über Harriet Beecher Stowe mit eigens gezeichneten Szenenbildern und der Brief "Das bleibt!".
Meine Bücher entstehen aus Neugier, Freude und dem Wunsch, erstaunliche Dinge zu entdecken. Meine Themen sind vielfältig: historische Rechenmaschinen, Mathematik, Informatik, Schach, Retro Computer, Astronomie, Philosophie, Science Fiction, lernende Maschinen und Spiele. Besonders gerne entwickle ich eigene Spiele, Modelle und kleine Denkmaschinen. Ich schreibe über das, was mich fasziniert und Freude macht. Meine Bücher sollen neugierig machen, zum Ausprobieren anregen und die Freude am Staunen bewahren. Viele Fotografien, Illustrationen, Modelle und Versuchsaufbauten entstehen in eigener Arbeit. Von Beruf bin ich Bauingenieur, war viele Jahre als Architekt tätig und studierte einige Zeit Informatik.