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Geheimdienste gehören zu den geheimnisvollsten Institutionen unserer Zeit. Über ihre Arbeit wird viel spekuliert, doch nur wenige wissen, wie sie tatsächlich Informationen gewinnen, auswerten und zu Entscheidungen beitragen. Dabei kommt Nachrichtendiensten in einer zunehmend vernetzten und von Krisen geprägten Welt eine zentrale Bedeutung zu: Aus einer Vielzahl oft unscheinbarer Informationen müssen Zusammenhänge erkannt, Entwicklungen eingeordnet und mögliche Risiken frühzeitig identifiziert werden.
Als ehemaliger Präsident des Bundesnachrichtendienstes erläutert Gerhard Schindler die Grundlagen nachrichtendienstlicher Arbeit und gibt Einblicke in die Denkweisen, Methoden und Arbeitsprozesse moderner Geheimdienste. Er erklärt, wie Informationen beschafft, analysiert und bewertet werden, welche Möglichkeiten und Grenzen nachrichtendienstliches Handeln hat und warum fundierte Lagebilder für die politische Entscheidungsfindung unverzichtbar sind.
Anhand zahlreicher Beispiele beleuchtet Schindler die Herausforderungen, vor denen Nachrichtendienste heute stehen - von Cyberangriffen und Desinformation über künstliche Intelligenz bis hin zu geopolitischen Machtverschiebungen. Zugleich räumt er mit verbreiteten Mythen auf und zeichnet ein realistisches Bild einer Institution, deren Bedeutung für die Sicherheit moderner Staaten jedoch kaum zu überschätzen ist.
Gerhard Schindler wurde 1952 in Kollig (Rheinland-Pfalz) geboren. Er lebt mit seiner Frau am Rand von Berlin und war von 2012 bis 2016 Präsident des Bundesnachrichtendiensts. Nach seiner Amtszeit schrieb er das Buch "Wer hat Angst vorm BND?" (Econ Verlag). Jetzt ist er Pensionär und arbeitet nebenbei als Unternehmensberater.
Willkommen in der Welt der Nachrichtendienste Lesehinweis Warum schreibe ich dieses Buch? Teil 1 - Die unsichtbare Welt neben unserer Kapitel 1 - Nachrichtendienste oder Geheimdienste - was ist das überhaupt? Kapitel 2 - Warum man Geheimdienste braucht - auch wenn man sie nicht mag Kapitel 3 - Die drei großen Jobs - Missverständnisse und Erwartungsprobleme Teil 2 - Die Jagd nach Informationen Kapitel 4 - Sammeln und Filtern Kapitel 5 - Menschen - die beste Quelle, das größte Risiko Kapitel 6 - Technik - wenn Maschinen lauschen Kapitel 7 - OSINT: Spionage aus dem Wohnzimmer Teil 3 - Vom Informationsschnipsel zur Lage Kapitel 8 - Die Kunst, richtig zu liegen (ohne sicher zu sein) Kapitel 9 - Der Lagebericht - die Welt auf zwei Seiten. 105 Teil 4 - Grundlagen und Grenzen Kapitel 10 - Organisation und Geheimhaltung Kapitel 11 - Recht und Kontrolle Kapitel 12 - Kooperationen und Konkurrenz Teil 5 - Die neuen Schlachtfelder - Cyber, Einfluss und KI Kapitel 13 - Cyberangriffe - der lautlose Zugriff Kapitel 14 - Einflussoperationen - Der Kampf um Köpfe Kapitel 15 - KI - Verstärker oder Brandbeschleuniger Teil 6 - Geheimdienste zwischen Macht und Verantwortung Kapitel 16 - Die dunkle Seite der Geheimdienste Kapitel 17 - Der Informationskrieg Kapitel 18 - Die nukleare Bedrohung Teil 7 - Meine nachrichtendienstliche Welt Kapitel 19 - Der Ruf - nachts um 2 Uhr in Tokio Kapitel 20 - Nachrichtendienstliche Kultur Kapitel 21 - Nachrichtendienstliches Denken für den Alltag Epilog - Keine absolute Sicherheit! Anhang 1 - Karriere im Geheimdienst Anhang 2 - Das Spionagemuseum in Berlin Anhang 3 - Das Besucherzentrum des BND Anhang 4 - Glossar