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Ein paar Tage, vielleicht die letzten, möchte der alte Vater mit seinem Sohn auf der Insel seiner Kindheit verbringen. Sofort steigt der Sohn hinab aus den Bergen, die sein Zuhause geworden sind, um ihm den Wunsch zu erfüllen. Der Vater, ein Seemann, war selten zu Hause; der Sohn hat seinen eigenen Weg beschritten, dem Meer den Rücken gekehrt - und doch verbindet die beiden eine schier grenzenlose Bewunderung und Zärtlichkeit, über die aber nie gesprochen wurde. Werden die beiden eine Sprache finden? Über der Reise liegt ein Schatten: Der Vater ist krank, sein baldiger Tod gewiss. Der Sohn will dem Vater die Diagnose vorenthalten, um dessen Mut nicht zu trüben. Beide versuchen sie, der sommerlichen Hitze, der geschwätzigen Verwandtschaft und ihren Ängsten zu trotzen.
Giani Stuparich, geboren 1891 in Triest, studierte in Prag, Berlin und Florenz Literatur und verdiente sein Geld vor allem mit Zeitungsartikeln, bis er sich 1915 für den italienischen Wehrdienst meldete. Sein Bruder Carlo und sein guter Freund, der Schriftsteller Scipio Slataper, fielen - ein Verlust, der Stuparich tief prägte und zu einem zentralen Thema seines Werks wurde. Als seine jüdische Ehefrau Elody Oblath, mit der er drei Kinder hatte, 1945 in ein Konzentrationslager deportiert wurde, folgte er ihr freiwillig in die Haft. Giani Stuparich starb 1961 in Rom.