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Armut ist im modernen Wohlfahrtsstaat eine weitverbreitete Form sozialer Ungleichheit. Betroffene leiden nicht nur unter materiellen Entbehrungen und mangelndem Einkommen, sondern auch unter fehlender Anerkennung und sozialer Wertschätzung. Armut beschämt, beeinträchtigt das Selbstverständnis, die Identität sowie die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe und untergräbt damit die Chancen auf ein gutes Leben. In marktwirtschaftlich geprägten Gesellschaften wird Armut zudem individualisiert und als persönliches Versagen missverstanden, während ökonomischer Erfolg fälschlich als Leistung ausgegeben wird. Arme Menschen werden für ihre Armut missachtet, was ihre soziale Lage weiter verschärft. Daher ist eine sozialwissenschaftliche wie sozialphilosophische Analyse und eine Kritik von Armut und der Politik, die sie hervorbringt, dringend erforderlich.
Dr. Gottfried Schweiger arbeitet am Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg. Er beschäftigt sich vor allem mit Fragen der politischen Philosophie, insbesondere den Themen Armut, Migration und Kindheit. Er ist u.a. Mit-Herausgeber des Handbuchs Philosophie und Armut und des Handbuchs Philosophie der Kindheit (beide J. B. Metzler) sowie der Zeitschrift für Praktische Philosophie (https://www.praktische-philosophie.org). Gemeinsam mit Norbert Paulo betreibt er den populären Philosophieblog praefaktisch (https://www.praefaktisch.de/). Webseite: https://www.gottfried-schweiger.org/