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Während Überreiche an politischem Einfluss gewinnen, fangen rechtspopulistische Erzählungen das Unbehagen angesichts der wachsenden sozialen Ungleichheit auf. Demokratien geraten so an gefährliche Kipppunkte. Politische Bildung muss deshalb die soziale Frage zurückgewinnen: Sie muss einerseits Wissen über das Ausmaß und die Dimensionen sozialer Ungleichheit vermitteln und andererseits den Raum bieten, um Vorstellungen von Gerechtigkeit zu diskutieren. Neben einer Zeitdiagnose entwickelt Gregor Ritschel ein praxisnahes Stufenmodell zur Diskussion sozialer Ungleichheit, das sich auf die Perspektiven der gegenwärtigen politischen Philosophie stützt.
Gregor Ritschel (Dr. phil.), geb. 1985, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Lehrerinnenbildung und Schulforschung an der Universität Leipzig. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind die Themenbereiche politische Theorie und Ideengeschichte, soziale Ungleichheit, Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien sowie politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.