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Warum tun wir Dinge, die wir hinterher selbst nicht verstehen - und erklären sie uns trotzdem überzeugend? Der Neurowissenschaftler und Psychologe Gregory Bicaj zeigt, dass in jedem von uns drei Systeme gleichzeitig arbeiten: ein uraltes Überlebenssystem, ein emotionales Bindungssystem und das junge, denkende Gehirn. Die meisten unklugen Entscheidungen entstehen nicht, weil wir schwach oder unvernünftig sind, sondern weil im entscheidenden Moment das falsche System am Steuer sitzt. In Die drei Gehirne verbindet Bicaj bahnbrechende Forschung mit Fällen aus zwanzig Jahren klinischer Praxis. Er erklärt, wie Stimmungen unsere Urteile heimlich lenken, warum frühe Wunden bis heute nachwirken und wie Neid, Selbstüberschätzung und Gruppendruck unser Verhalten steuern - meist unbemerkt.
In diesem Buch erfahren Sie:
Verstehen Sie endlich, welcher innere Anteil gerade handelt - und nehmen Sie das Steuer zurück.
Gregory Bicaj ist ein albanisch-schweizerischer Neurowissenschaftler und klinischer Psychologe, der an der Schnittstelle von Hirnforschung, Verhalten und praktischer klinischer Arbeit tätig ist. Er studierte Biologie und Psychologie an einer führenden europäischen Universität und promovierte in Verhaltensneurowissenschaft. Rund zwei Jahrzehnte lang verband er Laborforschung - zu Stress, Emotionsregulation und Entscheidungsfindung - mit einer klinischen Praxis, in der er Menschen mit Angststörungen, Suchterkrankungen und chronischem Burnout behandelte. Aus dieser doppelten Perspektive entwickelte Bicaj die "Prinzipien der drei Gehirne": ein Modell, wonach der moderne Mensch drei zu unterschiedlichen Zeiten der Evolution entstandene Systeme gleichzeitig betreibt - ein altes Überlebenssystem, ein emotionales Bindungssystem und ein spät hinzugekommenes System des Denkens. Heute führt er eine private Praxis sowie geschlossene Programme für Führungskräfte und Fachleute. In seinen Büchern begegnen sich Laborneurowissenschaft und klinische Erfahrung auf Augenhöhe.
1. Der Spiegel, den wir fürchten: Warum wir uns selbst am wenigsten kennen 2. Das Theater der Gefühle: Wie Stimmungen unsere Urteile heimlich lenken 3. Masken lesen: Die stille Sprache von Gesicht, Körper und Ton 4. Der Sog der Gruppe: Wenn das Kollektiv den eigenen Verstand ersetzt 5. Verletzte Kinder in erwachsenen Körpern: Wie frühe Wunden bis heute nachwirken 6. Der Charakter unter dem Kostüm: Muster erkennen, bevor sie dich einholen 7. Der blinde Fleck der Selbstverliebtheit: Vom Narzissmus zur echten Empathie 8. Verlangen entfachen: Warum Menschen wollen, was ihnen fehlt 9. Die Geduld der Langfristigkeit gegen die Gier des Augenblicks 10. Wenn Neid im Verborgenen arbeitet: Feindseligkeit erkennen und entschärfen 11. Der Rausch der Selbstüberschätzung: Erfolg, der zur Falle wird 12. Grenzen und Sterblichkeit: Wie das Bewusstsein der Endlichkeit den Blick klärt 13. Digitale Verzerrungen: Manipulation, Empörung und Identität im Netzzeitalter 14. Konflikte am Arbeitsplatz: Fallstudien schwieriger Persönlichkeiten 15. Führung ohne Zwang: Autorität, die aus Charakter statt Angst entsteht 16. Rollen sprengen: Freiheit jenseits zugewiesener Identitäten 17. Der weite Blick: Vom eigenen Ego zur Verbundenheit mit dem Ganzen