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Der Roman erzählt die Geschichte eines Menschen, der gerne eine exemplarische Geschichte hätte. Der Mann ist Lehrer. Sein großes Vorbild ist ein Aufklärer des 18. Jahrhunderts, ein ungläubiger Pfarrer, der die klassischen Widersprüche zwischen Denken und Handeln in sich vereint. Und sich damit selbst ermächtigt zu einer neuen Freiheit. Die Smalltalk-Weisheit, nach der wir ja alle unsere Widersprüche haben, kann die Existenzvorstellung unseres Lehrers in keiner Weise abbilden. Es soll nun schon existenzieller zugehen in seiner Existenz, riskanter. Am Ende seiner beruflichen Laufbahn beschert ihm bei seiner Suchbewegung ein schicksalhafter Vorfall einen Verdacht: er könnte in die Mordserie, die an seiner Schule Fahrt aufnimmt, verwickelt sein. Einmal unter Verdacht, wird er sich wehren müssen. Woran ihn, den Leichtfuß, seine Überheblichkeit hindert. Zunächst. Die Kriminalgeschichte, die jetzt anhebt, entwickelt eine neue Dynamik und schiebt das Thema Schule mit seinen implizierten moralischen Ansprüchen aus dem eher beiläufigen Hintergrund in den grellen Vordergrund. Der Plot, der den Leser mit seinen unerwarteten Wendungen mitzureißen und ihn mit seinem Beziehungsreichtum zu unterhalten vermag, erweist sich am Ende auch als Variante des abendländischen Entwicklungsromans.
Günter Leitzgen, 1939 an der Mosel geboren, als Gymnasiallehrer für Deutsch und Französisch in Bayern ansässig geworden, den Vorstellungen der Antipädagogik seit je stärker zugeneigt als der landläufigen pädagogischen Praxis. Er hat das Unterrichtskonzept Lernen durch Lehren in den 80er Jahren mitentwickelt, in der eigenen Unterrichtspraxis umgesetzt und in Fachartikeln und Vorträgen theoretisch begleitet (s. Praxishandbuch Lernen durch Lehren, Beltz, 2024).