Gustave Flaubert

Ein einfältig Herz

Normannische Dienstmagd zwischen religiöser Hingabe, Verlust und Würde des Gewöhnlichen. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,3 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 32 Seiten
EAN 9788027349418
Veröffentlicht Dezember 2022
Verlag/Hersteller e-artnow
Übersetzer Übersetzt von Arthur Schurig
7,70 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Ein einfältig Herz, 1877 als Teil der Trois contes erschienen, erzählt das Leben der normannischen Dienstmagd Félicité, deren schlichte Frömmigkeit, Liebesfähigkeit und Verlusterfahrungen in eine ergreifende Heiligengeschichte des Alltäglichen verwandelt werden. Flauberts Prosa verbindet strenge realistische Beobachtung mit fast liturgischer Verdichtung: Haushaltsgegenstände, Landschaften und soziale Gesten sind präzise registriert, während die Erzählung zugleich die Grenzen zwischen Naivität, Glauben und ästhetischer Vision befragt. Im Kontext des französischen Realismus erscheint die Novelle als konzentrierte Antwort auf die Frage, ob ein unscheinbares Leben literarische Größe besitzen kann. Gustave Flaubert, 1821 in Rouen geboren, war der Meister der impersonellen Erzählkunst und der unerbittlichen stilistischen Arbeit. Seine normannische Herkunft, seine Skepsis gegenüber bürgerlichen Gewissheiten und seine lebenslange Suche nach dem mot juste prägen diese Erzählung. Nach Madame Bovary und den großen historischen Entwürfen wendet er sich hier einer demütigen Figur zu; persönliche Erinnerungen an Provinz, Dienstbotenmilieu und katholische Bildwelt verleihen dem Text seine stille Autorität. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die knappe Formen mit großer moralischer und ästhetischer Reichweite schätzen. Es ist zugleich zugänglich und vieldeutig, rührend ohne Sentimentalität, analytisch ohne Kälte: ein Meisterstück über Hingabe, Verlust und die Würde des Gewöhnlichen.

Portrait

Gustave Flaubert (1821-1880) fue un escritor francés. Es considerado uno de los mejores novelistas occidentales y es conocido principalmente por su novela Madame Bovary, y por su escrupulosa devoción a su arte y su estilo, cuyo mejor ejemplo fue su interminable búsqueda de la palabra exacta.