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Antisemitismuskritische Bildung ist nötiger denn je. Der in Europa grassierende Antisemitismus erfordert auch im Bildungsbereich Anstrengungen, um Menschen zu befähigen, antisemitische Tendenzen in ihrer Komplexität zu erkennen und dagegen vorzugehen. In diesem Sinne starten immer mehr Universitäten (Zusatz-)Studiengänge und Initiativen für antisemitismuskritische Bildung. Ebenso reagieren Schulen und christlich-jüdische Netzwerke. Zugleich fehlen grundständige Überblicke zum Diskussionsstand, die leicht zugänglich, kompakt zusammengestellt und für Student:innen, Lehrer:innen und Interessierte leicht lesbar sind. Diese Lücke bearbeitet das vorliegende Handbuch, an dem über 60 Autor:innen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen und internationalen Kontexten mitwirken. Die sechs Kapitel analysieren Antisemitismus, beleuchten die Vielfalt jüdischen Leben und rekapitulieren wichtige Weichenstellungen für eine christliche Theologie angesichts des Judentums. Nicht zuletzt werden Konkretisierungen antisemitismuskritischer Bildung für verschiedene Lernorte (Schule, Religionsunterricht, Gemeinde, Gedenkorte u. a.) beschrieben und über unterschiedliche Lernwege von VR-Technologien bis zu (virtuellen) Begegnungen mit jüdischen Menschen und Orten didaktisch entfaltet.
Asher D. Biemann, geb. 1969, ist Edgar M. Bronfman Professor für moderne jüdische Studien an der University of Virginia, U.S.A. Forschungsschwerpunkte: Moderne jüdische Geistesgeschichte, Philosophie und Kultur, dialogisches Denken, jüdischer Humanismus und jüdisch-christliche Beziehungen. Mirjam Schambeck sf, geb. 1966, Prof. Dr. theol. habil., Professorin für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Forschungsschwerpunkte: Interreligiöses Lernen, die Gottesfrage in der Postmoderne kommunizieren, Biblisches Lernen, Zukunftsfragen des Religionsunterrichts, Religionslosigkeit und Religionsunterricht, Antisemitismuskritische Bildung. Bernd Schröder, geb. 1965, Prof. Dr. phil. habil. theol., Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik an der (Evangelisch-)Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Forschungsschwerpunkte: Fach(geschicht)liche und systematische Grundfragen der Religionspädagogik, Religionspädagogik angesichts des Judentums und im interreligiösen Gespräch, Religionspädagogische Ökumenik. Walter Homolka PhD ist Professor für Jüdische Theologie der Universität Potsdam. Der Chairman der Leo Baeck Foundation ist Mitglied des Beratenden Kuratoriums der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und Mitglied des Wissenschaftsrats der Eugen-Biser-Stiftung. 2011 erhielt er den Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis.
Dani Kranz ist DAAD Visiting-Professorin an der Ben-Gurion-Universität in Israel und Direktorin von "Two Foxes Consulting" in Deutschland. Sie studierte Anthropologie, Sozialpsychologie und Geschichte, ihre Expertise liegt in Migrations- und Ethnizitätsforschung, Rechtsanthropologie, Anthropologie des Staates sowie intergenerationaler Tradierung und Erinnerungspolitik und -kultur. Christian Wiese hat die Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main inne.
Andreas Nachama, Prof. Dr., geb. 1951, Rabbiner, Geschäftsführender Direktor der Berliner Stiftung »Topographie des Terrors«. Alfred Bodenheimer wurde 1965 geboren und ist Professor für Religionsgeschichte und Literatur des Judentums an der Universität Basel. Er lebt in der Schweiz und Israel. Thomas Hieke, geb. 1968, Dr. theol., Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Katharina Heyden ist seit 2014 Professorin für Ältere Geschichte des Christentums und der Interreligiösen Begegnungen in Bern. 2020 erhielt sie den Credit Suisse Award for Best Academic Teaching. Hans-Ulrich Weidemann, geb. 1969, Dr. theol., Professor für Biblische Theologische an der Universität Siegen. Stephan Winter, Dr. theol., M. A. phil., ist Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen und Mitarbeiter bei IUNCTUS - Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Münster. René Dausner, geb. 1975, Studium der katholischen Theologie und Germanistik in Bonn und Jerusalem, 2006 Promotion zum Dr. theol., 2015 Habilitation an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit 2018 Professor für Systematische Theologie an der Universität Hildesheim. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte zu fundamentaltheologischen Fragen, zum interdisziplinären Diskurs mit der Philosophie sowie zum jüdisch-christlichen Dialog. Katharina Pyschny, geb. 1984; Studium der Kath. Theologie und Germanistik in Köln, Bonn, Bochum u. Jerusalem. Wiss. MA am Lehrstuhl für AT an der Ruhr-Univ. Bochum (derzeit auf einem dreijährigen Forschungsaufenthalt an der Universität Lausanne, Schweiz). Forschungsschwerpunkte: Exegese des AT (insb.