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Wie kann ein einziger Investmentbanker in einer Londoner Filiale der prestigeträchtigsten Bank der Welt Positionen aufbauen, die so gigantisch sind, dass sie den gesamten globalen Derivatemarkt verzerren und letztlich 6 Milliarden Dollar vernichten? Der Fall des "London Whale" aus dem Jahr 2012 ist eine warnende Blaupause für den Wahnsinn des unregulierten Investmentbankings.
Bruno Iksil, ein Händler bei JPMorgan Chase, sollte eigentlich Risikoabsicherungen für die Bank betreiben. Stattdessen nutzte er komplexe Kreditausfallswaps (Credit Default Swaps), um extrem spekulative, massiv gehebelte Wetten auf die Unternehmensanleihenmärkte abzuschließen. Seine Positionen wurden so astronomisch groß, dass andere Hedgefonds ihn bemerkten und gnadenlos gegen ihn wetteten. Als der Markt sich drehte, war die Bank aufgrund der schieren Größe der Papiere absolut unfähig, die Positionen rechtzeitig zu liquidieren. Das Risikomanagement hatte völlig versagt, da die internen Warnmodelle absichtlich manipuliert worden waren.
Diese forensische finanzwirtschaftliche Abhandlung dekonstruiert die Illusion der Risikokontrolle. Sie beleuchtet die eklatante Hybris der Führungsetage, das fatale Versagen der Aufsichtsbehörden und die völlig undurchsichtige Mathematik hinter strukturierten Finanzprodukten.
Durchschauen Sie das Casino der Wall Street. Die Analyse des London Whale zeigt, dass selbst die angeblich sichersten Finanzinstitute der Welt blindlings in den Abgrund steuern, wenn Gier die Mathematik ersetzt.
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