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Hexen, Druden und Durandl Heimatverein gibt 113 Geister- und Volkssagen als Buch und als Hörbuch heraus "Hexen, Druden und Durandl" ist der Titel eines Buches aus der Feder von Hans Schopf, das im Ohetaler-Verlag erschienen ist. Es beinhaltet 113 Volkssagen und Weirazgeschichten aus dem Dreiländereck Bayern, Böhmen und Österreich und ist reichlich mit Zeichnungen und Fotos illustriert. Zusätzlich zu diesem Buch ist eine CD als Hörbuch erschienen. Christa Steger hat einen Teil der Sagen im Studio von "Pauli-Tonträger" auf eine CD gesprochen. Das Hörbuch beinhaltet einen Großteil der im Buch enthaltenen Sagen, aber aus Platzgründen nicht alle. Es ist eine Ergänzung zum gedruckten Buch. Wenngleich es im Schriftdeutsch aufgenommen wurde, dient es dazu, alte mundartliche Ausdrücke zu erhalten, denn gerade in den letzten Jahren sind viele Wörter aus dem Sprachgebrauch verschwunden. Buch und Hörbuch sind in allen Buchhandlungen erhältlich. Illustriert wurde das Buch von der bekannten Künstlerin Susanne Zuda, die auch den Umschlag gestaltete. Einige Zeichnungen stammen von Herbert Seidl. Zahlreiche historische Fotos runden das Buch ab. Während Hans Schopf die Sagen zu Papier brachte, tanzten draußen die Schneeflocken und es wehte der böhmische Wind. Der Holzofen in seiner Schreibstube knistert scheichtsam und spendete wohlige Wärme. So etwa war die Atmosphäre, bei der früher die Familie und die Nachbarschaft in der Stube saß. Während mit flinken Fingern gearbeitet wurde, erzählte man sich die alten Sagen und Legenden. Die Kinder hörten wissbegierig zu und manchem lief ein Schauer über den Rücken. So blieben die Sagen der Vorfahren erhalten. 50 Geschichten stammen aus dem Bayerischen Wald, davon 23 aus dem Rachel-Lusengebiet, und 20 Sagen aus dem Grafenauer Land. Sieben Erzählungen befassen sich mit dem Glashüttengeist Durandl und der Glashüttengeschichte. Die Glashüttensagen stammen aus der Sammlung von Christa und Willi Steger. 53 Sagen wurden 1920 vom Böhmerwalddichter Hans Watzlik aufgeschrieben. Sie stammen aus dem Gebiet Neuern, Eisenstein, Bergreichenstein, Rehberg, Prachatice und Krummau. Zehn Sagen stammen aus dem österreichischen Mühlviertel, das sich zwischen Dreisessel und Donau befindet. Prof. Wolfgang Morscher, der ein Projekt der Universität Innsbruck über Sagen und Legenden betreut, hat sie zur Verfügung gestellt. Die Universität Innsbruck hat hunderte Sagen gesammelt und unter www.sagen.at ins Internet gestellt. Auch die Sagen aus dem Buch "Hexen, Druden und Durandl" werden demnächst an die Uni weitergeleitet und im Internet erscheinen. Zusammengestellt wurde das Buch von Hans Schopf, der dafür viele Jahre gesammelt und ein Jahr lang recherchiert hat. Besonders interessant sind die Sagen um die Wecklin, die als Hexe vom Rachelsee in die Sagenwelt einging. Sie war einst eine Gräfin auf dem Gut Rammelsberg bei Schönberg und zu ihren Knechten und Mägden besonders hartherzig. Dafür muss sie der Sage nach im Rachelsee büßen. Die wahre Geschichte der Wecklin ermittelte im Jahre 1955 Landgerichtsdirektor Hermann Wagner aus Grafenau. Geboren wurde die spätere Wecklin als Maria Maximiliana Genoveva Drexler am 26. Februar 1712. Sie selbst schrieb sich "Baronesse de Weickel née de Drexel" und später, als ihr Gemahl Stadtkommandant von Straubing geworden war, "Baronesse de Vequel, Generalin". Damals hatte man noch Respekt vor ihr, später nennt man sie überall nur "die böse Wecklin vom Rammelsberg" und erzählt über sie schreckliche Geschichten. Die Wecklin starb am 4. Juni 1772 und wurde in Schönberg beerdigt. Die Sage hat einen wahren Kern, um den in den letzten 250 Jahren viele Geschichten entstanden sind. An kalten Winterabenden wurden beim Federnschleißen und Flachsbrecheln die Geschichten von Generation zu Generation weitererzählt und sind bis heute lebendig geblieben. Der Schriftsteller Hans Watzlik schrieb in den Raunächten 1920/21 zahlreiche Volkssagen aus dem Böhmerwald nieder. Er forderte die Leser auf, die Sagen an die künftigen Generationen weiter zu übermitteln. Dieser Aufforderung des Dichters Hans Watzlik will Hans Schopf mit diesem Buch nachkommen. Daher hat er eine Sammlung von Geister- und Landschaftssagen aus dem Bayerischen Wald, aus dem Böhmerwald und aus dem Mühlviertel zusammengestellt. In jüngerer Zeit haben sich um die Sagen unserer Heimat die Volkskundler Karl-Heinz Reimeier und Prof. Reinhard Haller besonders verdient gemacht. Sie dienten für dieses Buch als Vorbild. Willi Steger, Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Reimeier und Herbert Seidl haben Hans Schopf bei der Erstellung des Buches beraten. Christa Steger hat als Lektorin dazu beigetragen, dass die Rechtschreibung in Ordnung ist. Die Zeichnungen im Buch stammen von Susanne Zuda und Herbert Seidl. Sehr schöne Fotos mit Raunachtsmasken wurde von der Tourist-Info Neuschönau zur Verfügung gestellt. Angefertigt wurden sie vom Fotostudio Anneliese Blöchinger in Altschönau. Bei den Texten handelt es sich um die wortgetreue Wiedergabe von Erzähltexten, die aus wissenschaftlichen und volkskundlichen Gründen gesammelt und dokumentiert wurden. Am Ende eines jeden Beitrages befindet sich die verwendete Quelle. Orte, Namen und geschichtliche Zusammenhänge werden teilweise in Fußnoten erklärt - Vollständigkeit war jedoch nicht zu erreichen. Am Ende des Buches befindet sich ein umfangreiches Stichwortverzeichnis. Zusätzlich zu diesem Buch ist eine CD als Hörbuch erschienen. Christa Steger hat einen Teil der Sagen im Studio von "Pauli- Tonträger" auf eine CD gesprochen. Im Buch befinden sich auch historische Ortsfotos aus der Zeit um 1900 und viele Hintergrundinformationen. Die Sagen sollen von Generation zu Generation überliefert werden. Daher ist es der ausdrückliche Wunsch, dass sie weitererzählt werden.
Inhalt Vorwort 7 1. Glashüttensagen 11 Die Erfindung des Goldrubin-Glases 11 Der "Durandl" von der Lusenhütte 21 Der "Durandl" in der Neuriedlhütte 24 Der "Durandl" und das Goldrubin 28 "Durandl" und der Schlussstein beim Glasofen 30 Die Erfindung des unzerbrechlichen Glases 32 Höllenfeuer - der Glashüttengeist in Schrenkenthal 34 2. Sagen aus dem Bayerischen Wald 37 2.1 Erzählungen aus dem Lusengebiet 37 Das Teufelsloch 37 Das Teufelsloch und die Quelle der Kleinen Ohe 38 Das Teufelsloch und die Schätze des Teufels 39 Des Teufels Großmutter im Teufelsloch 40 Das Teufelsloch am Lusen 42 Die Brotbank an der Blauen Säule 43 Die Brotbank am Lusen 44 Die Lusen-Hexe 45 Der Lusen und die Tochter des Riesen 46 Der Lusen als Riesenschloss 47 Wie das Blockmeer am Lusen entstanden ist 48 Wie der Lusen entstanden ist I 48 Wie der Lusen entstanden ist II 49 Die Himmelsleiter I 50 Die Himmelsleiter II 51 Die Himmelsstiege am Lusen 52 Die Forelle mit der Sonnenbrille 54 Das Notgericht an der "Blauen Säule" 55 Der Waldhaus-Michei 57 2.2 Erzählungen aus dem Gebiet um den Rachel 60 Büßer im Rachelsee 61 Die Forellen im Rachelsee 62 Thomas' Begegnung mit der Wecklin am Rachelsee 63 Die böse Wecklinhexe am Rachelsee 64 2.3 Erzählungen aus dem Grafenauer Land 66 Bestrafter Spott 66 Die Wecklin von Schönberg-Rammelsberg 67 Die böse Wecklin I 68 Die böse Wecklin II 68 Die geizige Gräfin von Rammelsberg (Wecklin III) 70 Das Reichenberger Jagdschloss 72 Die Zerstörung der Burg Saunstein 73 Die Kirche von Marienberg (Kirchberg) 76 Die Rastbuche 77 Der Brotjacklriegl 78 Der Kohlenbrenner von Daxstein 79 Der Schatz im Büchelstein 80 Der Frevler 82 Der Brudersbrunn bei Grafenau 82 Das Erdweiblein 84 Der Ritter "Allein", Saldenburg 85 Geister nach der Christmette 87 Wie die Kirche von Oberkreuzberg entstanden ist 88 Wie Klingenbrunn seinen Namen bekam 89 Weijatzlichtl 90 3. Sagen aus dem Böhmerwald 92 Arme Seelen 92 Babilonischer Unfug 93 Beschwörung 95 Das Weib aus der Fremde 96 Dem hinter mir! 97 Der Erdspiegel 98 Der Feuermann 99 Der fremde Tänzer 100 Der Grünhuterer 101 Der Hexenschreiber 102 Der Kaiser im Berg 103 Der Teichherr 105 Die Drud in Rotsaifen 107 Die Drud in Sankt Katharina 108 Die Drud am Girglhof 108 Die Drud zuzelt an der Brust 109 Die Gespensterkirche 110 Der Seemann vom Teufelssee - die Reise ins Tirol 111 Die Wette 112 Die wilde Jagd 113 Der Brennetwurm 114 Der Brunnenvergifter 115 Der Schlangenbanner 116 Der seltsame Sepp 117 Der Wunderbach 119 Der zornige See 119 Doktor Faustens Brücke 120 Frau Swiza 121 Frevlerische Spinnerinnen 122 Geistermette 123 Glühende Männer 125 Gold 126 Halbscheid! 127 Holzfuhrleute 128 Katzenmusik 129 Kopf ab! 130 Künische Schützen 132 Maria Schnee 133 Maulwurfserde 134 Mooslichter 135 Rauhnacht 136 Schnelle Knechte 137 Schwarz und Grün 139 Schweigen ist Gold 140 Teufel gegen Teufel 141 Todsünden 142 Unterirdisches Wasser 143 Verschaffte Geister 144 Alle sind schon do 145 Wehe dem Lügner! 145 Wetterbann 146 Wetterhexe 148 Wilde Wallfahrt 149 4. Sagen aus dem Mühlviertel 151 Der Riesenhans im Mühlviertel 151 Das Mühlmandl von Lichtenau 153 Fische im Plöckensteiner See 155 Fische im Plöckensteiner See (Stifter) 156 Das Zaubermesser 158 Der schwarze Mönch im Teufels-Turm 159 Zuferbeutlein 160 Der verrückte Markstein 161 Die Teufelsbruckmühle 162 Der Tanz im Advent 164 5. Historische Hintergrundinformationen 167 Wer war "Durandl"? 167 Franz Freiherr von der Trenck, K. K. Obrist 169 Wie es zur Sage von der Wecklin kam 174 6. Anhang 195 Quellen: 195 Fotos 197 Bitte beachten Sie. 197 Der Verfasser / Sammler 199 Impressum 201