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Der Fotograf Harald Hauswald hat Anfang der 1980er-Jahre kurz vor dem endgültigen Verschwinden des historischen Passage-Kaufhauses zwischen Oranienburger und Friedrichstraße die besondere Ästhetik des verfallenden Gebäudes in eindrucksvollen Aufnahmen dokumentiert. Seine Fotografien lassen den einstigen Glanz der großen Architektur ein letztes Mal erahnen. Der Charme des Verfalls, des Ruinösen, Unperfekten und Improvisierten war an vielen Stellen typisch für die DDR und prägte so auch das Leben der Menschen. Daher hat Hauswald den Aufnahmen des Gebäudes zeitgenössische Porträts gegenübergestellt: Gesichter aus Ost-Berlin, Menschen, die sich kreativ und unverdrossen arrangierten in einer dem Verfall preisgegebenen Umwelt. Dies sollte für Harald Hauswald ein Hauptthema seiner fotografischen Kunst werden und seine Bilder später berühmt machen. Hier begegnen wir ihm in frühen Aufnahmen, nur wenige Jahre nach seiner Ankunft in Berlin.
Harald Hauswald, geboren 1954 in Radebeul, lebt seit 1978 als Fotograf in Berlin. Berühmt sind seine Fotografien, die den Alltag in der DDR dokumentieren. Er ist Gründungsmitglied der OSTKREUZ Agentur der Fotografen in Berlin und veröffentlichte Fotoreportagen in "GEO", "Stern" u. a. 1997 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2006 den Bürgerpreis zur Deutschen Einheit.