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Mit Art. 6 Abs. 1 und 2 Rom II-VO hat der europäische Gesetzgeber Kollisionsregeln für Ansprüche aus unlauterem Wettbewerbsverhalten geschaffen. Die Arbeit untersucht die Funktionsweise dieser Vorschriften. Dabei beleuchtet sie deren kontroverse Rechtsetzungsgeschichte und das unionsrechtlich-autonome Verständnis des Systembegriffs «unlauteres Wettbewerbsverhalten». Sie erörtert die Anwendung von Art. 6 Abs. 1 und 2 Rom II-VO unter Betrachtung ihrer dogmatischen Grundlage und der Behandlung von Sonderkonstellationen und Multistate-Verstößen. Bei all dem berücksichtigt die Arbeit die Betrachtungsweise des deutschen Rechtsanwenders und grenzt die neue Rechtslage von der bisherigen Rechtslage nach autonomem deutschen Kollisionsrecht ab.
Harry Nettlau, geboren 1984; Studium der Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg und der University of Virginia School of Law; Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf von 2010-2012; LL.M.-Studium an der Duke University School of Law im Studienjahr 2013/2014.
Inhalt: Anwendung von Art. 6 Abs. 1 und 2 Rom II-VO - Rechtsetzungsgeschichte zu Art. 6 Rom II-VO - Unionsrechtlich-autonomes Verständnis von «unlauterem Wettbewerbsverhalten» - Dogmatische Grundlagen von Art. 6 Rom II-VO - Behandlung von Multistate-Verstößen - Bestimmung bilateraler Wettbewerbsverstöße.