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Diese Dissertation untersucht die ertragsteuerliche Behandlung des Carried Interest im internationalen Kontext. Im Mittelpunkt steht zunächst die grundlegende Frage, ob es sich bei Carried Interest um originäre Einkünfte aus selbständiger Arbeit handelt oder ob die Vorschrift des § 18 Abs. 1 Nr. 4 EStG eine Umqualifizierung qua gesetzlicher Fiktion darstellt. Anschließend werden die ertragsteuerlichen Konsequenzen in Inbound- und Outbound-Konstellationen sowie die abkommensrechtliche Qualifikation nebst Rechtsfolgen analysiert. Besondere Berücksichtigung findet dabei neben dem OECD-Musterabkommen 2017 auch das Doppelbesteuerungsabkommen mit Großbritannien, dessen praktische Relevanz sich aus der herausragenden Stellung des Landes im Private-Equity- und Venture-Capital-Sektor ergibt.
Darüber hinaus werden ausgewählte Spezialfragen, insbesondere die steuerlichen Folgen von Weg- und Zuzugsfällen, die Auswirkungen eines Rechtsformwechsels, die Ermittlung der Bemessungsgrundlage sowie die Bestimmung des Zuflusszeitpunkts von Carried Interest untersucht.