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Dieses Buch soll Anregung geben, über unser Leben und unseren Glauben nachzudenken. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern einfach Anregung geben, sich über unsere Leben, die Natur und unseren Glauben Gedanken zu machen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gott keine große Rolle (mehr) spielt. Jedoch hat unser christlicher Glauben viele Jahrhunderte überlebt, hat sich seit dem Leben Jesus in Europa verbreitet und verfestigt. Aber eben in Deutschland seine Bedeutung weitgehend verloren. Auch haben wir einen Großteil unserer Werte von Moral und Ethik verloren. Persönliche Freiheiten, Egoismus und fragwürdige Lebenspraktiken, materialle Werte und Konsum sind in den Vordergrund getreten. Vieles in unserem Leben ist oberflächlich geworden. Wir haben dabei auch weitgehend den Bezug zur Natur verloren. Wir müssten uns wieder mehr der Bedeutung unseres Lebens bewusst werden. Uns Gedanken machen über den Wert des Lebens und der Natur, mit und von ihr leben müssen. Und vielleicht auch wieder unseren Glauben revidieren, zum Glauben an einen Schöpfer, der mächtiger ist als wir uns vorstellen können. Der zwar die Menschen weitgehend gewähren lässt, aber hin und wieder durch die Natur zu uns spricht. Wir sind kleine Wesen in einem riesigen Weltall, Ameisen gleich, die in ihrem Bau, ihrem Nest wohnen und leben und nichts wissen über die Erde, über die Menschen. So leben wir auf der Erde, umgeben von einem Raum, der uns unendlich erscheint, ohne Grenze, ohne Ursprung, ohne Ende. Und trotzdem möchte ich mit meinen Sinnen einigermaßen versuchen zu ergründen und zu verstehen, für mich selbst und für alle interessierten, wo Gott wohnt, wo er lebt. Nicht mit stolzem Wissen, dem wenigen, was ich besitze, sondern mit meinen Gedanken als alter Mensch, mit Demut und Ehrfurcht, vor einer Existenz, die wir Gott nennen.
Über mich: Mein Leben begann im November 1938 in Teplitz, damals Sudetenland, heute Tschechische Republik. Von dort mussten wir Anfang 1946 flüchten, meine Mutter, Oma und zwei jüngeren Schwestern über Jonsdorf nach Bad Schandau. Von dort über Halle/Saale nach Dortmund. Vater war zu dieser Zeit in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. In Dortmund bin ich aufgewachsen und habe einen Beruf als Bauschlosser erlernt. Habe geheiratet im Dezember 1959 in Huckarde. 1960 habe ich ein Jahr Bundeswehr absolviert. Durch meine Abstammung bin ich deutscher Staatsbürger, obwohl meine Geburtsurkunde bei der Flucht verloren gegangen ist. Meine Mutter musste dazu in Dortmund eine eidesstattliche Erklärung abgeben. In Abendkursen habe ich zusätzlich zu meiner beruflichen Ausbildung und Tätigkeit die Hochschulreife und den Abschluss als Betriebstechniker erreicht. Aus beruflichen Gründen sind meine Familie und ich 1967 in die Pfalz (Rheinland-Pfalz) in die Nähe von Ludwigshafen gezogen. Dort habe ich bis 2001 gelebt, allerdings 1996 von erster Frau und Familie getrennt, von 1996 bis 2010 mit einer neuen Partnerin, seit 2002 in Düren. Seit 2012 mit einer dritten Partnerin, meiner heutigen Frau. Bestandteil meines Lebens war neben meinen Partnerschaften und Ehen ein äußerst ambitioniertes Berufsleben mit vielen Veränderungen. Von 2001 bis 2017 auch als selbständiger Unternehmer tätig. Tätig mit der Abwicklung von Kundenaufträgen in/für die Pharmaindustrie. Von der Beratung bis zur Abrechnung. Aber auch Freizeit kam nicht zu kurz, beim Camping in allen Variationen, in der Natur, mit unseren Hunden, beim Klettern und in den Bergen, privat und mit dem DAV, mit vielen Hochtouren, auf 3- und 4-Tausender, bei einer Excursion nach Tadschikistan mit 53 Jahren auch auf einen 5- und einen 6-Tausender. Heute lebe ich in einem kleinen Dorf am Beginn der Nordeifel, seit 2012 mit einer neuen Partnerin, einem kleinen Hund und einer Familie, Tochter und Schwiegersohn und den Enkelkindern Elias, Evelin und Elina. Hier habe ich Zeit, meine Erinnerungen zu genießen und unter anderem über den Sinn des Lebens und mein Leben, meine Erinnerungen nachzudenken. Meine Erinnerungen bleiben in meinem Gedächtnis und zum Teil in meinen Büchern lebendig.