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Eine laue Frühlingsnacht, Stille, ein Anruf bei der Polizei. Am anderen Ende der Leitung ein neunjähriges Mädchen, das sagt: "Meine Mama wird gerade umgebracht. Von Papa." Was sich liest, wie der Beginn eines Kriminalromans ist für Henriette Wunderlich in den frühen Stunden des 10. April 2019 lebensgefährliche Realität. Heimtückisch versucht ihr Ex-Partner M., ihr das Leben zu nehmen. Ein Einzelfall ist das nicht. Im Jahr 2019 wurden laut BKA 117 Frauen Opfer eines Tötungsdeliktes durch ihren (Ex-)Partner. Dass Henriette Wunderlich nicht zu diesen zählt, verdankt sie dem Mut ihrer Tochter. Viele andere Frauen hatten weniger Glück, keine Schutzengel, keine Chance. Anhand ihrer persönlichen Erlebnisse zeigt Henriette Wunderlich die Struktur und Systematik hinter solchen Gewalttaten auf.
Henriette Wunderlich wurde am 29.12.1986 in Brandenburg a. d. Havel geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie von 2006 bis 2014 erfolgreich ihr Lehramtsstudium und das Referendariat. In den darauffolgenden Jahren schloss sie die Weiterbildung zum Therapiebegleithunde-Team (2022), den interdisziplinären Online-Kurs "Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt" (2023), die Fortbildung zum Kinder Entspannungstrainer (2023) sowie das Montessori-Diplom (2025) ab. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Gemeinde Beetzsee. Neben ausgedehnten Spaziergängen mit ihrem Hund zählt auch Sport zu ihren Hobbys. Henriette Wunderlich gab 2021 im Podcast "tabulos" ein Interview, in dem sie über den an ihr verübten Femizidversuch sprach. Im Jahr 2023 arbeitete die Autorin gemeinsam mit Journalistinnen an einem Medienleitfaden, um für adäquate Berichterstattung bei Femiziden und Femizidversuchen zu sensibilisieren. Nun veröffentlicht sie ihr erstes Buch.