Herbert Achternbusch

Herbert Achternbusch

Die Interviews. Farbige Abbildungen.. 21,0 cm / 14,0 cm ( B/H )
Buch (Hardcover), 400 Seiten
EAN 9783922895596
Veröffentlicht Oktober 2026
Verlag/Hersteller starfruit publications
32,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

'Dieses Land [gemeint ist Bayern] hat mich kaputt gemacht, und ich bleibe so lange, bis man ihm das ansieht.' Der Mann, der das gesagt hat, ist der Filmemacher, Schriftsteller und Maler Herbert Achternbusch. Er gilt nicht nur als Meister der Komik und des Absurden in bester Nachfolge eines Karl Valentin, sondern auch als ebenso radikaler wie unerbittlicher Kommentator gesellschaftlicher Entwicklungen und Widersprüche - häufi g zum Missfallen von Kirche und Politik, deren Vertreter von Herbert Achternbusch immer wieder scharf ins Visier genommen wurden. So löste sein Film 'Das Gespenst' einst wegen Blasphemie-Vorwürfen einen bundesweiten Skandal aus, bereits zugesagte Filmförderungsgelder wurden dem Filmemacher nachträglich verweigert und in München formiertensich über 1.000 katholische Pfadfinder zu einer Sühneprozession, um für den Sünder Achternbusch um Vergebung zu beten. Der rebellische Geist und der unvergleichliche Wortwitz ('Du hast keine Chance, aber nutze sie') dieses 'großen Universalkünstlers zwischen Schmerz und außergewöhnlichem Humor' (Franz Xaver Karl) sind festgehalten in zahlreichen Interviews und Gesprächen, die Zeugnis ablegen von Denken, Leben und Werk eines 'der wildesten Geister Bayerns' (Percy Adlon). Nun werden die Interviews von Herbert Achternbuschs erstmals in einer Publikation versammelt und begleitet von zahlreichen Fotografien, Gemälden, Zeichnungen und Filmplakaten Achternbuschs sowie persönlichen Erinnerungen und Nachrufen von Freunden und Wegbegleiterinnen wie Naomi Achternbusch, Friedrich Ani, Franz Dobler, Wolfgang Flatz, Luisa Francia, Franzobel, Gabi Geist, Werner Herzog, Elfriede Jelinek, Luise Kinseher, Michael Krüger, Klaus Lemke, Thomas Meinecke, Georg Ringsgwandl und Volker Schlöndorff.

Portrait

Geboren 1938 als Herbert Schild, gestorben 2022 in München. Filmemacher, Schauspieler, Schriftsteller und Maler. Aufgewachsen bei der Großmutter im Bayerischen Wald, später Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Bekannt geworden ist Herbert Achternbusch mit Filmen wie 'Das Andechser Gefühl' (1974), 'Die Atlantikschwimmer' (1976), 'Bierkampf '(1977), 'Der Komantsche' (1979), 'Das Gespenst' (1982) und 'Heilt Hitler' (1986) sowie Theaterstücken wie 'Gust' (1979), 'Susn' (1980) und 'Auf verlorenem Posten' (1990). Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u. a. 'Die Macht des Löwengebrülls' (1970), 'Die Alexanderschlacht' (1971), 'Das Haus am Nil' (1981), 'Breitenbach' (1986) sowie 'Ist es nicht schön, zu sehen, wie den Feind die Kraft verlässt' (2002). Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Petrarca-Preis (1977; Achternbusch verbrannte den Preisscheck nach der Annahme); Bundesfilmpreis (Filmband in Silber) für 'Das letzte Loch' (1982); Mülheimer Dramatikerpreis (1994); Friedrich Wilhelm Murnau-Filmpreis (1996); Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2010).

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