Hermann Bote

Till Eulenspiegel

Narrenstreiche, derber Humor und Gesellschaftssatire aus Spätmittelalter und norddeutscher Schwanktradition. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,8 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 124 Seiten
EAN 9788028351458
Veröffentlicht Dezember 2023
Verlag/Hersteller Sharp Ink
10,50 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Till Eulenspiegel ist eine der wirkmächtigsten Schwanksammlungen der frühneuzeitlichen deutschen Literatur: In kurzen, pointierten Episoden durchstreift der listige Narr Städte, Dörfer, Höfe und Werkstätten und entlarvt durch wörtlich genommene Redensarten, derbe Komik und soziale Umkehrungen die Torheiten seiner Umwelt. Der Text verbindet volkstümliche Erzählfreude mit scharfer Beobachtung spätmittelalterlicher Ständeordnung und steht an der Schwelle zwischen mündlicher Schwanktradition und gedruckter Prosaproserzählung der Renaissance. Hermann Bote, dem die Verfasserschaft traditionell zugeschrieben wird, war ein niedersächsischer Chronist und städtischer Schreiber aus Braunschweig. Seine Nähe zum urbanen Alltag, zu Handwerkern, Kaufleuten, Geistlichen und obrigkeitlichen Konflikten erklärt die erstaunliche soziale Genauigkeit vieler Episoden. Als gebildeter Beobachter einer von wirtschaftlichem Wandel, städtischer Selbstbehauptung und religiöser Spannung geprägten Welt konnte Bote im Eulenspiegel-Stoff ein ideales Medium finden, um Kritik hinter Gelächter zu verbergen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Literatur nicht nur als Unterhaltung, sondern als historische Erkenntnisform verstehen. Till Eulenspiegel bietet ein Panorama frühneuzeitlicher Mentalitäten, dessen Komik bis heute überraschend frisch wirkt. Wer die Ursprünge deutscher Satire, die Macht des Narren und die subversive Kraft des Lachens kennenlernen möchte, findet hier ein unverzichtbares, zugleich gelehrtes und vergnügliches Werk.