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Der Innviertler Landla, seit 2013 immaterielles Kulturerbe der UNESCO, ist ein Volkstanz mit einer wohl im Mittelalter wurzelnden Historie. Aus diesem Entwicklungsablauf ist ein Gruppenpaartanz hervorgegangen, der von den aktiven Tänzern selbst mit eigenem spontan mehrstimmigem Gesang, aber auch von Instrumentalisten begleitet wird. Jede dieser beiden Formen der Begleitung zeigen eine Eigentümlichkeit. Der im Alpenland mit Dreiklangsmelos assoziierte Gesang bildet einen ausgeprägt homophonen Satz und ist in seinen stufenmelodischen Stimmfortschreitungen weder als Satz festgelegt noch von den Sängern chorisch vorher einstudiert. Die Instrumentalstücke sind durchweg im 3/4tel-Takt notiert, zu hören ist dieser aber meistens nicht. Beide Phänomene bedürfen einer besonderen wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. Dieses Buch will ein Beitrag mit diesem Anliegen sein und soll zur Fortführung anregen.
Der Autor ist Oberstudienrat a.D., gebürtiger Innviertler und von Kindheit an dort in diesem typischen Singen, Tanzen und Musizieren enkultiviert; er hat den Tanz selbst getanzt und zum Landlatanz "aufgespielt". Ein umfangreiches Musikstudium machte ihn zunächst zu einem Orchestermusiker und dann für Jahrzehnte zu einem Oberstudienrat im höheren Lehramt. Schon während seiner Hochschulausbildung schärfte sich sein fachlicher Blick für die ethnomusikologische Bedeutsamkeit des Innviertler Landla.