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Der junge Emil Sinclair ist noch auf der Suche nach sich selbst, als ihn der Reiz des Verbotenen in eine gefährliche Abhängigkeit führt: Der Gassenjunge Franz Kromer erpresst ihn und macht ihm das Leben zur Hölle. Da tritt Max Demian in Sinclairs Klasse - ein ebenso faszinierender wie rätselhafter Außenseiter. Er befreit Emil aus seiner Not und eröffnet ihm einen neuen Blick auf die Welt: auf Gut und Böse, Schuld und Freiheit, vor allem aber auf die verborgenen Kräfte des eigenen Ichs. Als Hermann Hesses Demian 1919 unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschien, löste der Roman eine geradezu stürmische Begeisterung aus. Thomas Mann verglich seine elektrisierende Wirkung mit der von Goethes Werther. Bis heute ist Demian ein Roman über das Erwachsenwerden, die Suche nach dem eigenen Weg und den Mut, sich gegen die Erwartungen der Welt zu behaupten.
Hermann Hesse, geboren am 2.7.1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen, starb am 9.8.1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur, 1955 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.
Volker Michels, 1943 geboren, arbeitete zwischen 1969 und 2008 als Lektor im Suhrkamp- und Insel-Verlag. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag hier auf der Betreuung des Werkes Hermann Hesses, dessen literarischen, brieflichen und bildnerischen Nachlass er in über hundert Themen- sowie Materialbänden zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte erschloss. Überdies edierte er die erste Hesse-Gesamtausgabe in 21 Bänden und die zehnbändige Briefausgabe.