Hermann Stehr

Der Schindelmacher

Arbeit, Armut und Gewissen im schlesischen Dorfleben der wilhelminischen Zeit. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,4 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 48 Seiten
EAN 9788027355563
Veröffentlicht Dezember 2022
Verlag/Hersteller e-artnow
8,30 inkl. MwSt.
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Beschreibung

In "Der Schindelmacher" gestaltet Hermann Stehr aus dem scheinbar einfachen Leben eines ländlichen Handwerkers eine dichte Erzählung über Arbeit, Entbehrung, Gewissen und menschliche Selbstbehauptung. Die Figur des Schindelmachers steht im Mittelpunkt einer Welt, in der Natur, Dorfgesellschaft und religiös grundierte Moral unauflöslich ineinandergreifen. Stehrs Stil verbindet realistische Milieugenauigkeit mit symbolischer Vertiefung: Aus Alltagsgesten, Landschaftsbildern und knapper, erdnaher Sprache entsteht ein psychologisch eindringliches Bild schlesischer Lebensverhältnisse um die Jahrhundertwende. Hermann Stehr, 1864 in der Grafschaft Glatz geboren, kannte die sozialen Spannungen, die Frömmigkeit und die Härte provinzieller Existenz aus eigener Anschauung. Als Lehrer und Schriftsteller beobachtete er besonders jene Menschen, die am Rand bürgerlicher Sicherheit standen. Seine Herkunft aus dem schlesischen Kulturraum und sein Interesse an Schuld, Erlösung und innerer Würde prägen auch dieses Werk; es erscheint weniger als bloße Dorfgeschichte denn als geistige Auseinandersetzung mit dem Wert eines unscheinbaren Lebens. Empfohlen sei "Der Schindelmacher" Leserinnen und Lesern, die eine stille, ernste und kunstvoll komponierte Prosa schätzen. Das Buch belohnt aufmerksame Lektüre durch moralische Tiefe, sprachliche Geschlossenheit und ein eindrucksvolles Verständnis für menschliche Verletzlichkeit.