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Ein kleines Dorf im Schwarzwald wird zum Schauplatz einer Geschichte voller Traditionen und sozialer Dynamiken. In "Die Rebächle" von Hermine Villinger entfaltet sich das Leben der Dorfbewohner in einer Zeit, in der die Moderne langsam Einzug hält und alte Bräuche auf die Probe stellt. Die Erzählung spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, einer Epoche des Wandels, in der die Industrialisierung die ländlichen Gebiete Deutschlands zu verändern beginnt. Villinger zeichnet ein lebendiges Bild der Dorfgemeinschaft, in der jeder Charakter seine eigene Rolle spielt und die sozialen Strukturen hinterfragt werden. Die zentrale Figur, ein junger Mann namens Hans, steht im Mittelpunkt der Erzählung. Er ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seiner Heimat und dem Drang, die Welt außerhalb des Dorfes zu erkunden. Diese innere Zerrissenheit spiegelt die größeren Themen des Buches wider: die Spannung zwischen Tradition und Fortschritt, zwischen Gemeinschaft und Individualität. Villinger gelingt es, die Leser in die Gedankenwelt ihrer Charaktere zu entführen und die Herausforderungen und Freuden des dörflichen Lebens eindrucksvoll darzustellen. Durch die detaillierte Schilderung des Alltagslebens und der zwischenmenschlichen Beziehungen bietet "Die Rebächle" nicht nur eine Momentaufnahme des ländlichen Lebens im 19. Jahrhundert, sondern auch eine tiefere Einsicht in die universellen menschlichen Erfahrungen. Die Leser werden eingeladen, über die Bedeutung von Heimat und Identität nachzudenken und die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels auf das Individuum zu verstehen.
Hermine Villinger war die Tochter eines Geheimen Kriegsrates. Sie wuchs ab 1850 in Karlsruhe auf, wo sie die Höhere Töchterschule besuchte. Von 1862 bis 1865 war sie Schülerin im Augustinerinnenkloster in Offenburg; danach kehrte sie zu ihren Eltern nach Karlsruhe zurück. Hier fand sie Kontakt zum literarischen Kreis um Anna Ettlinger, sowie zum Theater. Ihre Theaterambitionen gab sie allerdings bald auf. Von 1881 bis 1882 besuchte sie das neugegründete Auguste-Victoria-Lyzeum in Berlin. Anschließend wandte sie sich endgültig der Schriftstellerei zu. Von einigen Reisen abgesehen, lebte sie den Rest ihres Lebens in Karlsruhe.
Hermine Villinger war mit der Schauspielerin Luise Schönfeld-Neumann und der Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach befreundet. 1913 erhielt sie den Ebner-Eschenbach-Preis für ihre literarischen Leistungen.[1]
Hermine Villinger war eine erfolgreiche Verfasserin von Romanen, Erzählungen, Kinderbüchern und Theaterstücken. Die meisten ihrer vom Realismus beeinflussten Werke sind in ihrer badischen Heimat angesiedelt.