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Wie beeinflussen die Gründungsmythen der USA unsere politische Gegenwart? Für das innen- und außenpolitische Handeln der USA im 21. Jahrhundert spielt der Rückbezug auf die Unabhängigkeitserklärung von 1776 und der Mythos vom amerikanischen »Freiheitsstreben« eine zentrale Rolle. Dies gilt einmal mehr seit dem erneuten Amtsantritt von Donald Trump, der das Land seitdem grundlegend verändert. Aber ging es den Gründervätern wirklich nur um Freiheit, Liberalität und Menschenrechte? Und welche Folgen zeitigt dieser Mythos in einer Gegenwart politischer Extreme und gesellschaftlicher Spaltung?
Der Historiker Hiram Kümper analysiert die Gründungsgeschichte und das Politikverständnis der USA, die ihren »way of live« spätestens seit dem 19. Jahrhundert in die Welt exportierten. Dem Heldenepos vom »Freiheitsstreben« einer Gruppe weißer Männer setzt er eine vielgestaltige Erzählung vom Kampf um politische Partizipation, um die Beteiligung an Macht und »Fleischtöpfen« entgegen. So kommen auch jene Millionen Schwarze in den Blick, die als versklavte Menschen jahrhundertelang um ihre Freiheit betrogen worden, auf deren Rücken die USA aber erst zu der Großmacht wurden, die sie heute sind.
Prof. Dr. Hiram Kümper, geboren 1981 in Bochum, ist seit 2013 Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit und hat seit 2019 die Carl-Theodor-Stiftungsprofessur an der Universität Mannheim inne. Bei Propyläen erschien sein vielbesprochenes Buch Der Traum vom Ehrbaren Kaufmann.