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Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Darstellung homoerotischer Faszination in Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray" und Thomas Manns "Der Tod in Venedig". Ausgangspunkt ist die Frage, ob sich der unterschiedliche persönliche Umgang der beiden Autoren mit ihrer Homosexualität auch in der literarischen Gestaltung homoerotischer Beziehungen und Begehren niederschlägt.
Im Zentrum stehen die Inszenierung männlicher Schönheit, die Beziehungen zwischen Basil und Dorian beziehungsweise Aschenbach und Tadzio sowie die sprachlichen Strategien, mit denen homoerotische Faszination angedeutet wird. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich Figurenkonstellation, körperlicher Nähe, Beobachtung, Begehren und metaphorischer Darstellung herausgearbeitet.
Ergänzend werden beide Werke mithilfe der digitalen Textanalysemethode Voyant untersucht. Die Analyse stützt die These, dass Wilde homoerotisches Begehren deutlich unmittelbarer und offener darstellt, während Mann stärker mit Distanz, Beobachtung und subtilen Symbolen arbeitet