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Kinder brauchen beide Eltern - oft fehlt jedoch der Vater als Identifikationsfigur und Vorbild. Welche besondere Rolle spielt der Vater in der Familie? Welche psychischen Probleme können Kinder und Jugendliche entwickeln, wenn sie ohne Vater aufwachsen? Und: Wie kann man diese Probleme selbst im Erwachsenenalter noch kompensieren und bewältigen? An zahlreichen Fallbeispielen und Erkenntnissen aus der psychologischen Forschung zeigt Horst Petri, wie wichtig der Vater für die Entwicklung des Bindungsverhaltens, der Geschlechtsidentität, der eigenen Rolle in der Gesellschaft und für die Einstellung zur Partnerschaft ist. Aus seiner umfangreichen Praxiserfahrung heraus eröffnet er Wege der Therapie, wenn die Vaterentbehrung zum Trauma wird.
Prof. Dr. med. Horst Petri (1936-2022) war Nervenarzt, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychoanalytiker mit eigener Praxis in Berlin.
Inhalt Vorwort zur fünften Auflage 7 Einleitung . 8 I Die "Vaterlose Gesellschaft" - ein Phantom . 12 II Warum brauchen Kinder einen Vater? . 18 1 Die Macht des inneren Vaterbildes . 18 2 Die Entwicklung der Vater-Kind-Beziehung 25 Das Dreieck Mutter-Vater-Kind - die Triangulierungsphase . 25 Großer Vater - kleines Kind - die erste ödipale Phase 30 Das Vatervorbild in der Pubertät - die zweite ödipale Phase 35 III Ein Vater kann auf verschiedene Weisen verloren gehen 42 1 "Ich habe meinen Vater nie gekannt" - die Vaterlosigkeit 42 2 Der Vaterverlust zwischen früher Kindheit und Pubertät . 49 Nur noch eine einzige Erinnerung - Vaterverlust in den ersten drei Lebensjahren 49 Zwischen Unterwerfung und Rebellion - Vaterverlust in der ersten ödipalen Phase 53 "Wer bin ich?" - Identitätskrise und Vaterverlust in der Pubertät 58 3 Warten auf ein Wiedersehen - Formen der Vaterabwesenheit . 62 IV Wie die Umwelt die Bewältigung der Vaterentbehrung hemmen oder fördern kann . 74 1 Welche Rolle spielt die Veranlagung? . 75 2 Das schwierige Los der Mütter . 78 3 Geschwister - Bollwerk gegen Einsamkeit und Konkurrenten . 87 6 4 Stief- und Ersatzväter in der Familie 94 5 Soziale Väter im außerfamiliären Raum . 101 6 Verwandtschaft - ein Netz mit Löchern 110 7 Arm oder reich - ein großer Unterschied . 115 8 Ohne Freunde geht es nicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117 9 Verwickelte Verhältnisse in Liebesbeziehungen und Partnerschaft . 122 V Die Folgen der Vaterentbehrung 136 1 Was ist ein Trauma? 136 2 Seelische und soziale Auswirkungen 143 Die Entwicklung der Intelligenz . 145 Gewissen und Moral 146 Das Gefühl für die eigene Weiblichkeit und Männlichkeit . 148 Wie man sich in der Gesellschaft bewegt 149 3 Vom Trauma zur Kreativität 151 4 Die Weitergabe des Traumas von Generation zu Generation . 159 VI Die Heilung des Traumas . 160 1 Entwurf eines neuen Geschlechtervertrages 166 2 Allgemeine Rahmenbedingungen . 173 Die Umstrukturierung der Arbeitswelt . 173 Jedes Kind hat ein Recht auf beide Eltern - das "Neue Kindschaftsrecht" 177 Mediation, Beratung, Therapie, Selbsthilfe 180 3 Erziehung, Bildung, Arbeit - wohin geht der Weg? 185 Persönlicher Abschluss . 191 Anmerkungen 193 Literatur 197