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Eine Hütte am Meer, die Tür schlägt im Wind, gerade erst scheint noch jemand hier gewesen zu sein. Zwei Jungen treten ein, um nachzusehen. Was sie dann tun, werden sie sich ihr ganzes Leben lang nicht erklären können. - In die Unterwelt einer Kneipe, in der die Halb- und Scheintoten vor sich hintrinken, steigt man am besten nur gelegentlich hinab. Doch was, wenn dieses Schattenreich einen auch zu Hause heimsucht? - Ein einsamer Wanderer und Hütteneinbrecher findet sich unfreiwillig in menschlicher Nähe wieder: In der benachbarten Hütte wohnen eine Frau und ein Junge, der nicht spricht. Zwischen ihnen entsteht eine mystische, aufgeladene Kommunikation. - Auf einer Ostseefähre fällt der Strom aus, der Kiel schrammt über den Grund - Katastrophe oder Einbildung? In Ingvar Ambjørnsens Erzählungen spiegelt sich Vergangenes im Gegenwärtigen, sind Menschen auf der Flucht und suchen Zuflucht, wärmen sich am Feuer, bevor sie in ihre Einsamkeit zurückkehren. Zwischen tiefer Empathie und einem unbestechlichen Blick für die Komik des Daseins leuchtet Ingvar Ambjørnsens ganzer literarischer Kosmos noch einmal auf. Ingvar Ambjørnsens letztes Buch erschien in Norwegen kurz vor seinem Tod im Sommer 2025. Nun ist es, erweitert um fünf bisher auch in Norwegen noch unveröffentlichte Erzählungen, auch auf Deutsch zu lesen.
Ingvar Ambjørnsen (1956-2025) war einer der bedeutendsten norwegischen Autoren der Gegenwart, ausgezeichnet mit zahlreichen Literaturpreisen. Mit den Elling-Romanen gelangte er zu Weltruhm. Seit 1988 sind elf Bücher auf Deutsch bei Nautilus erschienen, zuletzt 2019 'Echo eines Freundes' - stets in der Übersetzung seiner Frau Gabriele Haefs. Seit 1985 lebte Ingvar Ambjørnsen mit ihr zusammen in Hamburg. Im Juli 2025 ist er nach langer Krankheit in Norwegen gestorben.