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Propaganda ist kein fernes Spektakel - sie findet mitten unter uns statt. Subtiler als Plakate und Parolen prägt sie Sprache, Medien und öffentliche Debatten - von Europa bis China, von russischen Narrativen bis zu populistischen Strategien westlicher Politik. Im Zentrum des Buches steht der aktuelle Rechtsruck in Europa: Wie verschieben sich Sprache und Wahrnehmung, wenn populistische Rhetorik immer tiefer ins Alltagsbewusstsein einsickert? Wie nutzen Akteure manipulative Erzählungen, um politische Macht zu sichern - und wer profitiert davon? Mit scharfem Blick und zeichnender Hand führt Irina Rastorgueva nach ihrem Erfolg Pop-up-Propaganda durch die Mechanismen moderner Manipulation: Sie zeigt, wie Desinformation funktioniert - und welche Wege es gibt, ihr zu begegnen. Das Handbuch der Propaganda macht Aufklärung zu Handarbeit - im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Jede Seite dieses handgezeichneten Buchs setzt ein Zeichen gegen automatisierte Trollfabriken und die sprachliche Erosion demokratischer Werte.
Irina Rastorgueva, 1983 in Juschno-Sachalinsk geboren, studierte Philologie an der Staatlichen Universität Sachalin und arbeitete als Kulturjournalistin für mehrere russische Zeitschriften und Radiosender. 2006 bis 2015 war sie Dozentin für Journalistik an der Staatlichen Universität Sachalin. Sie ist Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Artikel über die Theorie und Geschichte der Literatur und des Journalismus des 20. Jahrhunderts. 2011 gründete sie das Kulturmagazin ProSakhalin. Von 2011 bis 2017 war sie Dramaturgin am Tschechow-Theater Sachalin und künstlerische Produktionsleiterin des Far Eastern Theatre Forum / Theatre go round Festival in Sapporo (2015). Seit 2017 arbeitet sie als Autorin und Grafikerin in Berlin. Sie schreibt u. a. für die FAZ, die NZZ und das Magazin Osteuropa. Gemeinsam mit Thomas Martin übersetzt sie und gibt die Werke von Georgi Demidow im Verlag Galiani heraus.