Ivan Kalmar

Weiß, aber nicht ganz

Die illiberale Revolte in der Mitte Europas. Originaltitel: White But Not Quite. 13,8 cm / 20,9 cm / 2,5 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 280 Seiten
EAN 9783711735058
Veröffentlicht März 2026
Verlag/Hersteller Picus Verlag GmbH
Book2Look

Auch erhältlich als:

eBook (epub)
19,99
26,00 inkl. MwSt.
Teilen
Beschreibung

Ostmitteleuropäer sind im Vergleich zu Westeuropäern politisch unterentwickelt? Autoritätshörig? Diktaturaffin? Die lange Zeit unter sowjetischer Herrschaft hat sie entmündigt? Keineswegs. In den vier zentraleuropäischen Ländern Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn herrscht vielmehr Enttäuschung darüber, dass sie von den Westeuropäern als Länder zweiter Klasse behandelt werden. Dass ihre Wirtschaft nur als verlängerte Werkbank genutzt wird, dass größere westliche Investitionen ausbleiben und dass mitteleuropäische Politik als notorisch rückständig gilt. Ivan Kalmar sieht den Illiberalismus in diesen Ländern als fehlgeleitete Reaktion auf die verheerenden Auswirkungen des globalen Neoliberalismus. Denn nach der 'Wende' 1989 wurden sie nicht wirklich in den westlichen Club aufgenommen. Es war weniger ihre eigene Unfähigkeit als die westeuropäische Herablassung, die die illiberale Revolution in den Ostmitteleuropäischen Staaten verursachte. Selbst die rechtsextremen Vorbilder wurden aus dem Westen importiert: Als Reaktion auf den unterschwelligen Rassismus des Westens gegen den 'Osten'. Die Ostmitteleuropäer sind weiß, aber eben nicht ganz.

Portrait

Ivan Kalmar ist Professor für Anthropologie an der Universität Toronto. Derzeit ist er Leiter eines fünfjährigen Projekts, das vom Social Sciences and Humanities Research Council of Canada unterstützt wird und sich mit Fragen der Rasse und des Illiberalismus in Europa befasst. Außerdem ist er Fakultätsmitglied des Zentrums für Ost- und Eurasienstudien an der Munk School of Global Affairs and Public Policy der Universität Toronto.

Hersteller
Picus Verlag GmbH
Friedrich-Schmidt-Str 4

AT - 1080 Wien

E-Mail: info@picus.at