Jacob Grimm, Wilhelm Grimm

Kinder- und Hausmärchen

Die handschriftliche Urfassung von 1810. 14,7 cm / 9,5 cm / 1,2 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 144 Seiten
EAN 9783150185209
Veröffentlicht Dezember 2007
Verlag/Hersteller Reclam Philipp Jun.
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5,20 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Das berühmteste Buch deutscher Sprache, die 'Kinder- und Hausmärchen' der Brüder Grimm, entstand in einem langen Prozess über mehrere Jahrzehnte und existiert in sehr unterschiedlichen Fassungen. Diese Ausgabe bietet als einzige auf dem Buchmarkt die Urfassung nach der Handschrift von 1810, einen Grundbestand von 63 Märchen, noch etwas unbehauen und rohdiamanten, ohne die spätere künstlerische Ausgestaltung.

Portrait

Jacob Grimm, 4. 1. 1785 Hanau - 20. 9. 1863 Berlin. Der Sohn eines Juristen studierte nach der Schulzeit in Kassel ab 1802 Jura in Marburg, war dann nach einer Parisreise mit Friedrich Carl v. Savigny von 1806 an Verwaltungsbeamter in Kassel und wurde nach den Befreiungskriegen 1814-15 mit diplomatischen Aufgaben in Paris und Wien betraut. 1816 erhielt er - wie zwei Jahre zuvor sein Bruder Wilhelm - eine Stelle an der Kurfürstlichen Bibliothek in Kassel. 1830 ging G. als Professor und Bibliothekar an die Universität Göttingen, wurde jedoch als einer der Göttinger Sieben 1837 nach einem Protest gegen die Aufhebung der Verfassung durch den neuen König von Hannover seines Amtes enthoben. Nach einer Übergangszeit in Kassel wurde er mit seinem Bruder Wilhelm nach Berlin berufen. 1848 war er Abgeordneter im Frankfurter Paulskirchen-Parlament. Die Brüder G. verstanden ihr schriftstellerisches und wissenschaftliches Werk als nationale, identitätsstiftende Unternehmung. Das galt im Einklang mit A. v. Arnim und C. Brentano für die Bemühungen um die Volkspoesie ebenso wie für die wissenschaftliche Arbeit. G.s Bedeutung liegt dabei neben der gemeinsamen Sammeltätigkeit (Märchen, Sagen) mit Wilhelm v. a. auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft. Die erste Lieferung des größten Projekts, des Deutschen Wörterbuchs, erschien 1852. Abgeschlossen wurde es 1961. Wilhelm Grimm, 24. 2. 1786 Hanau - 16. 12. 1859 Berlin. Der Sohn eines Juristen studierte nach der Schulzeit in Kassel von 1803 bis 1806 Jura in Marburg, lebte dann als Privatgelehrter in Kassel, bis er hier 1814 eine Stelle an der Kurfürstlichen Bibliothek erhielt. 1830 ging G. als Bibliothekar (seit 1831 a. o. Prof., 1835 o. Prof.) an die Universität Göttingen, wurde jedoch als einer der Göttinger Sieben 1837 nach einem Protest gegen die Aufhebung der Verfassung durch den neuen König von Hannover seines Amtes enthoben. Nach einer Übergangszeit in Kassel wurde er mit seinem Bruder Jacob nach Berlin berufen. Die Brüder G. verstanden ihr schriftstellerisches und wissenschaftliches Werk als nationale, identitätsstiftende Unternehmung. Das galt im Einklang mit A. v. Arnim und C. Brentano für die Bemühungen um die Volkspoesie ebenso wie für die wissenschaftliche Arbeit. G. legte wichtige wissenschaftliche Ausgaben mhd. Texte vor; sein Buch über Die Deutsche Heldensage wurde ein wissenschaftliches Standardwerk. Sein Name ist jedoch v. a. mit den Kinder- und Hausmärchen verbunden, die ihren besonderen Märchenton erst durch seine Bearbeitung der Texte von der zweiten Aüage an erhielten. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Märchen
1. Von einem König, Schneider, Riesen, Einhorn 2. Vom Kätzchen und Maüschen 3. Das Laüschen und Flöhchen 4. Der getreue Gevatter Sperling 5. Von dem Strohhälmchen dem Köhlchen und dem Böhnchen 6. Der Wolf 7. Allerlei Rauch 8. Armes Mädchen 9. Blutwurst 10. Zwölf Brüder und das Schwesterchen 11. Das Brüderchen vnd das Schwesterchen 12. Daümling 13. Dümmling 14. Vom Schneiderlein Daümerling 15. Dummling 16. Die weisse Taube 17. Die drei Königssöhne 18. Dümmling 19. Dornröschen 20. Der Drache 21. König Droßelbart 22. Die goldne Ente 23. Mährchen v. Fanfreluschens Haupte 24. Vom Fischer und seiner unersättlichen Frau 25. Die Königstochter vnd der verzauberte Prinz. Froschkönig 26. Ein Mährchen. Fündling 27. Goldne Gans 28. Geschichte vom Sperling 29. Herr Hände 30. Von dem gestohlenen Heller 31. Die alte Hexe 32. Goldner Hirsch 33. Von Mäuschen und Bratwurst 34. Marienkind 35. Prinzessin Mäusehaut 36. Der Mond und seine Mutter 37. Murmelthier. Liron 38. Von der Nachtigall und der Blindschleiche 39. Das gute Pflaster 40. Die drei Raben 41. Raüberbraütigam 42. Rumpenstünzchen 43. Schneeweißchen. Schneewitchen 44. Die zwei Schornsteinfegers Jungen 45. Prinz Schwan 46. Ein Mährchen. Das stumme Mädchen 46a Ein andres 47. Die Wassernix 47a I. Vom König von England 48. II. Vom Johannes-Waßersprung und Caspar-Waßersprung 49. III. Von dem Schreiner und dem Drechsler 50. Aschenputtel 51. Vom goldnen Vogel 51a Herr Korbes
Anhang
Entstehung der ältesten Märchensammlung der Brüder Grimm Anmerkungen zu den einzelnen Märchen Konkordanz-Tabellen der KHM-Bezifferungen Register

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