Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Ein Schuss hallt durch die Nacht und reißt die Stille in Stücke. Inmitten der Dunkelheit entfaltet sich ein Drama, das die Grenzen zwischen Recht und Unrecht, zwischen Schuld und Unschuld verschwimmen lässt. Jakob Julius Davids Werk "Schuß in der Nacht" spielt in einer Zeit des Umbruchs, in der die gesellschaftlichen Normen auf die Probe gestellt werden. Die Geschichte ist in einer urbanen Umgebung angesiedelt, die von sozialen Spannungen und moralischen Dilemmata geprägt ist. Die zentrale Frage, die sich durch das Werk zieht, ist die nach der menschlichen Natur und den Entscheidungen, die wir treffen, wenn wir mit extremen Situationen konfrontiert werden. Die Erzählung ist nicht nur ein Kriminalroman, sondern auch eine tiefgehende Untersuchung der menschlichen Psyche. Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, jeder mit seinen eigenen Geheimnissen und Motiven. Die Spannung wird durch die meisterhafte Schilderung der inneren Konflikte der Protagonisten verstärkt, die sich in einem Netz aus Lügen und Täuschungen verstricken. Jakob Julius David gelingt es, den Leser in eine Welt zu entführen, in der nichts so ist, wie es scheint. Durch die geschickte Verknüpfung von Handlung und Charakterentwicklung wird der Leser dazu angeregt, über die Natur von Gerechtigkeit und Moral nachzudenken. "Schuß in der Nacht" bietet nicht nur Nervenkitzel, sondern auch eine tiefere Einsicht in die Abgründe der menschlichen Seele.
Jakob Julius David wurde als Sohn eines wohlhabenden jüdischen deutschsprachigen Pächters in Mähren geboren. Die Familie übersiedelte bald nach Fulnek, wo der Vater starb. David wuchs in Söhle auf und besuchte die Gymnasien in Kremsier und Troppau. Hier erkrankte er 1873 schwer an Typhus, wodurch er in seinem Sehvermögen stark eingeschränkt wurde. Außerdem war er seither schwerhörig. Dennoch begann er 1877 in Wien mit dem Studium der Germanistik und Geschichte und nahm lebhaften Anteil am studentischen Leben der Hauptstadt.
Da ihm aufgrund seiner Behinderung der Lehrberuf verwehrt war, arbeitete er zunächst als Hauslehrer und dann als Journalist. Jakob Julius David war als Redakteur und Journalist tätig, u. a. für die Wiener Mode, die Zeit, die Montagsrevue, die Wiener Allgemeine Zeitung, das Neue Wiener Journal und die Wiener Zeitung. Daneben war er freier Schriftsteller.
Im Jahr 1889 erfolgte seine Promotion zum Doktor der Philosophie. Er wechselte vom Judentum zum Katholizismus, was aber keine große Bedeutung hatte, da er weiterhin in regem Kontakt zu jüdischen Persönlichkeiten stand und für jüdische Publikationen, wie die Österreichische Wochenschrift, philosemitische Artikel verfasste. 1891 heiratete David Juliane Ostruska, der Ehe entstammte eine Tochter. 1899 machte er eine ausgedehnte Italienreise. Jakob Julius David schloss sich der Freimaurerloge Zukunft an, für deren Zeitschrift Zirkel er Beiträge verfasste. 1905 erkrankte er an Bronchialkrebs und starb 1906 im Alter von 47 Jahren in Wien und ist auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 52) in einem Ehrengrab beerdigt.