Jakob Tanner

Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert

Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert. 2. Auflage. mit 2 Karten. 22,7 cm / 15,4 cm / 4,7 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 679 Seiten
EAN 9783406683657
Veröffentlicht September 2015
Verlag/Hersteller C.H. Beck
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Beschreibung

Jakob Tanner, der wohl bekannteste Schweizer Zeithistoriker, verortet die Eidgenossenschaft in der Geschichte des 20. Jahrhunderts und zeigt, wie spannend es sein kann, ein kleines Land zu sein.
Im Film „Der dritte Mann“ von 1949, erklärt Harry Lime seinem Freund: „In den dreißig Jahren unter den Borgias hat es nur Krieg gegeben, Terror, Mord und Blut, aber dafür gab es Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance. In der Schweiz herrschte brüderliche Liebe, fünfhundert Jahre Demokratie und Frieden. Und was haben wir davon? Die Kuckucksuhr!“ Es gibt viele Stereotype über den neutralen Kleinstaat, die zumeist auf dem Gedanken der Exzeptionalität beruhen. Tatsächlich war die Schweiz jedoch in die Strukturen und Prozesse der europäischen Moderne genauso eingebunden wie ihre Nachbarstaaten. Jakob Tanner spürt den Spannungen zwischen Demokratie, Kapitalismus und Nationalmythologie in der Schweizer Moderne nach und macht eines deutlich: Die Schweiz ist nicht langweilig, sie ist der Ernstfall!

Portrait

Jakob Tanner ist Professor für Geschichte der Neuzeit und Schweizer Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort Einleitung ERSTER TEIL Robuster Kleinstaat 1. Prosperität um 1900 2. Fin de Siècle & Belle Époque (1890 bis 1912) 3. Erster Weltkrieg und Landesstreik (1913 bis 1918) 4. Völkerbund, Bürgerwehren, Klassenkämpfe (1919 bis 1923) ZWEITER TEIL Bedrohte Nation, offene Volkswirtschaft 5. Dissonanzen der Moderne um 1925 6. Nationale Konflikte und 'Geistige Landesverteidigung' (1920 bis 1939) 7. 'Die Ereignisse marschieren schnell' um 1940 8. Wirtschaftswachstum und Kalter Krieg (1943 bis 1964) 9. Konsummoderne in der helvetischen Malaise um 1965 DRITTER TEIL Widerwillige Bewegung 10. Revolte und Krisen (1966 bis 1975) 11. Umbau und Flexibilisierung (1976 bis 1989) 12. Schweizer Wenden um 1990 13. Souveränitätsmythos und europäische Integration (1992 bis 2010) Fazit Danksagung ANHANG Anmerkungen Sekundärliteratur und Quellen Personenregister Karten

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