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Ein Fluss, so meint Scott, sind sein Flussbett, seine vielen unterschiedlichen Nebenflüsse, die damit verbundenen Feuchtgebiete und Auwälder sowie die gesamte Bandbreite der Lebensformen, die innerhalb des weitesten Bereichs des frei fließenden Wassers des Flusses zu finden sind. In diesem prägnanten Buch, das auch für Laien gut verständlich ist, wird unser Verständnis für das Wesen von Flüssen entscheidend erweitert.
Scott erweitert unser Verständnis von Flüssen, damit es ihre Gesamtheit umfasst - Nebenflüsse, Feuchtgebiete, Auen, Altarme, periodisch überflutete Sumpfgebiete und die Gesamtheit der Lebensformen, deren Existenz und Wohlergehen von Flüssen abhängt. Für alle, die sich für das Anthropozän interessieren, bieten Flüsse ein eindrucksvolles Beispiel für die Folgen menschlicher Eingriffe, mit denen versucht wird, einen natürlichen Prozess zu kontrollieren und zu domestizieren, dessen Komplexität und Variabilität wir kaum verstehen.
James C. Scott (1936-2024) war ein amerikanischer Politologe. Er war Sterling Professor für Politologie und Anthropologie an der Yale-Universität und Mitbegründer des dortigen Programms für Agrarstudien. Seine Forschungen befassten sich mit Agrargesellschaften, Vorherrschaft und Widerstand und Anarchismus. Er war zudem selbst Farmer in Connecticut. Er ist Autor einer Reihe von Büchern, in Deutschland bekannt vor allem 'Die Mühlen der Zivilisation', Suhrkamp 2019.
Vorwort xiii Einführung: Ein Wort zu Flüssen 1
EINS Flüsse 9 Zeit und Bewegung
ZWEI Ein Lob den Fluten 39 Sich mit dem Fluss bewegen
DREI Landwirtschaft und Flüsse 67 Eine lange Geschichte
Zwischenspiel Der Ayeyarwady 79 Eine Einführung
VIER Eingriffe 109
FÜNF Nichtmenschliche Arten 135
SECHS Iatrogene Auswirkungen 155
Danksagungen 191 Anmerkungen 194 Abbildungsnachweis 211 Über den Autoren 214 Stichwortverzeichnis 215