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Acht Kurzgeschichten, die eine kürzer, die andere länger und eine jede skurril und hintergründig.
Im Studentendorf von Hump Village wähnt sich Oliver Bübel als ein Auserwählter. Als Molekularbiologe will er eines Tages mittels eines gezielten Eingriffs in das menschliche Genom die Bevölkerungsexplosion stoppen. Der Eingriff wird die Gebärfähigkeit der Frauen betreffen. Da zieht ein Gewitter über Hump Village auf und bringt Bübel in arge Nöte.
Lea besucht ihren krebskranken Großvater in der Berliner Charite. Den Weg nach Hause nimmt sie über das Gelände am Reichstagsgebäude und hört Sprechchöre. Auf der Wiese vorm Reichstag ist eine Bühne aufgebaut und auf ihr steht ein Mann, der ihr an einem verkaufsoffenen Sonntag bei Karstadt aufgefallen war, wie er sich auf eine geschickte Weise als Ladendieb betätigt. Mit den im Kaufhaus geklauten Klamotten bekleidet und mit einem Toupet auf der Glatze verspricht er den Leuten vor der Bühne ein anderes Deutschland. Indem Lea ihm das Toupet vom Kopf reißt, entlarvt sie den Mann als einen Scharlatan.
Zwei ehemalige Leipziger Physikstudenten begegnen sich zufällig im Berliner Nikolaiviertel. Hummel ist aus Sachsen angereist, um sich auf der Museumsinsel den Schädel eines Neandertalers anzusehen. Winfried ist der sonntäglichen Tristesse in der Berliner Provinz entflohen. Er folgt Hummel ins Museum und zunächst geht es zum Neandertaler, dann zur Büste der Nofretete. Beim ihrem Anblick kommt Hummel die Änschela in den Sinn, eine ehemalige Kommilitonin. Winfried erinnert sich an eine groteske Szene mit ihr im Fahrstuhl des Studentenwohnheims. Ein zweites Mal begegnete er ihr zur Zeit der Abwicklung der ostdeutschen Planwirtschaft. Nach einem letzten Gang durch die Räume seiner ehemaligen Arbeitsstelle fährt er mit einem Fahrstuhl abwärts, der Änschela nach oben bringt. Ihr Aufstieg ist derart rasant, dass er glaubt zu träumen.
Durch eine Änderung im Insolvenzrecht werden in einer gemeinnützigen Schuldnerberatung andere Prioritäten gesetzt. Frau Bergner ist von Anfang an dabei, Mareike van Harms kam später hinzu und es bestand von vorn herein der Verdacht, dass sie für die Stasi tätig war. In Anwesenheit einer Schuldnerin kommt es zum Konflikt zwischen beiden. Was nach Art der Staatssicherheit als Zersetzung der Bergner gedacht war, schlägt auf van Harms zurück.
Am Himmelfahrtstag verabredet sich die Abiturientin Ulrike mit ihrer Großmutter auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof. Sie wollen eine gemeinsame Zeit verbringen und während Ulrike mit dem Segway ihres Vaters an-rollt, fährt die Großmutter mit einem elektrischen Rollstuhl vor, eine imposante Person und sehr gewichtig. Angesichts zweier Paragleiter kommt Ulrike auf die Idee, mit ihrer Großmutter um die Wette zu fahren und der Segway tritt gegen den Stuttgart Drive an. Das Rennen wird mehrmals wiederholt, bis die Großmutter einen Höhenflug erlebt, auf dem sie alles Irdische hinter sich lässt.
Abitur in Döbeln. Erste Gedichte. Wehrdienst in Neubrandenburg, erste Kurzgeschichten. Studium in Leipzig, weitere Kurzgeschichten, verfasst in Auerbachs Keller und Barthels Hof, ein Romanfragment. Gegen Ende des Studiums erste Zweifel an einer Karriere als Schriftsteller. Tätigkeit als Verfasser und Übersetzer technischer Gebrauchsanweisungen für diverse Auftraggeber. Nach Feierabend Arbeit am Romanfragment und einigen Erzählungen. Nebenher Freud und Leid als Vater eines fidelen Jungens.